Erfolgreiche Bilanz für eine Wehrer Institution: Das 33. Kinderferienprogramm ging am 19. August zu Ende. Beata Rolirad und ihr Team freuen sich über die mit fast 300 Teilnehmern sehr gute Nachfrage dieses wichtigen Bausteins der Wehrer Jugendarbeit.

46 Angebote an 62 Terminen

281 Kinder und Jugendliche von sechs bis 16 Jahre, 46 Angeboten an 62 Terminen innerhalb von drei Wochen – die Zahlen sprechen bereits für das Kinderferienprogramm. Doch die wahre Größe des Jugendhaus-Angebots erklärt sich besser in Worten. Denn das Programm ist viel mehr als ein Beschäftigung für Daheimgebliebene, erklärt Beata Rolirad. "Die Kinder sollen etwas Neues entdecken könne, etwas erleben und neue potentielle Interessen kennenlernen", so Rolirad zum pädagogischen Hintergedanken. Dass die Jugend in Wehr dafür offen ist, lässt sich wiederum mit Zahlen belegen: fast jedes Kind nimmt an zwei Veranstaltungen teil, viele sogar an vier bis fünf. Und der Sommerspaß wirkt auch langfristig, freut sich Rolirad: nach 33 Jahren Ferienprogramm nimmt mittlerweile schon die zweite und sogar dritte Generation teil oder bietet selbst Kurse an.

Indianerlager als Höhepunkt

In diesem Jahr habe sie eine Studentin aus Passau angesprochen und gleich fünf Idee für Kurse mitgebracht, berichtet Rolirad. Die junge Frau habe selbst im Urlaub bei der Großmutter am Programm teilgenommen und wollte nun etwas zurückgeben. Und die Kurse im Mandala-Malen und Cupcake-Backen seien sehr gut angenommen worden. Höhepunkt sei aber natürlich wieder das Indianerlager mit mehr als 100 Kindern gewesen, auch der Blaulichttag des DRK mit 40 Kindern kam sehr gut an. Nur zwei Termine mussten wegen Unwetterwarnungen abgesagt werden. Dass es immer spektakulär und am besten digital sein müsse, sei allerdings ein Trugschluss, stellt Rolirad fest: gerade die Mal- und Bastelnachmittage seien sehr gut nachgefragt.

Dankeschön an Helfer

Zu dritt organisieren Beata Rolirad und ihre Mitarbeiter Manuel van Kreij und Jochen Steinmann die Aktivitäten, eine verschwindend geringe Zahl angesichts des Aufwands. Groß ist auch die Zahl der Helfer: "In diesem Jahr hatten wir 25 Betreuer, vor allem Jugendliche und auch Großeltern, die uns unterstützt haben", freut sich Rolirad. Dazu kommen die zahlreichen Privatpersonen, Geschäftleute und Vereine, welche zum Selbstkostenbeitrag die Kurse anbieten: "Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an alle Helfer, die sich so viel Mühe gegeben haben".

Zum letzten Mal mit Beata Rolirad

Über den beliebten Sommerspaß hinaus ist das Angebot zudem ein wichtiger Baustein der Arbeit des Jugendhauses, erläutert Rolirad: Über die gemeinsamen Aktivitäten würden Eltern wie Kinder das Team kennenlernen und Berührungsängste mit der Jungendhilfe abzubauen. "Auch wenn es für mich das letzte Mal ist: Ich hoffe, dass das Ferienprogramm in dieser Form noch lange weiterläuft", so Rolirad, die zum Jahresende in den Ruhestand geht.