Wer konnte, der kam – die neue Fasnachtssaison ist in Öflingen mit großem Tamtam eröffnet worden. Zur traditionellen Proklamation durch die Narrenzunft Öflingen gesellte sich in diesem Jahr zum „11.11.“ die komplette Vereinigung der Hochrheinischen Narrenzünfte (VHN). Alleine die Begrüßung dauerte fast zwanzig Minuten. Wo sonst, als in der Schulsporthalle konnte der Konvent der Vereinigung Hochrheinischer Narrenzünfte stattfinden. Ob von Ryburg, Karsau oder Murg, die Vertreter von Todtmoos, Schwörstadt und Öflingen kennen sich seit über einem halben Jahrhundert. Jetzt auch wieder mit einer eigenen Standarte.

Da ist im VHN „einiges zusammengewachsen, was zusammen gehört“, tönte Oberzunftrat Michael Sutter noch in kleiner Runde. Die gastgebende Öflinger Narrenzunft wird wieder ihr großes Programm auffahren. (Schon im Kleinen sind bemerkenswerte Änderungen dabei. Das Sumpfernie Orchester und die Schränzer ziehen in Öflingen mit am Strang. Das haben sie offensichtlich von den letztjährigen Ausrichtern aus Schwörstadt gelernt. Und die Murger Zunft wird im kommenden Jahr offensichtlich mit Ähnlichem aufwarten.)

Ganz dem Motto geschuldet „und wenn es regnet, gwitteert oder schneit, dann, ja dann isch Fasnacht nimmer weit“, musste Zunftrat Sutter gleich den Ausblick auf das große internationale Narrentreffen am 19. Februar in Öflingen geben. Die „Regenschirme sind es, die das Wetter bestimmen“, konnte VHN-Präsident Hans-Jürgen Dietrich da nur seinen Getreuen mitteilen. So gab es für den Schirmherrn und Bürgermeister Michael Thater gleich einen; das Cocktailschirmchen müsse wohl ausreichen, was wohl als hoffnungsvolle Botschaft zu verstehen ist. Ganz übertreiben wollen sie es ja nicht. Schließlich sehen die Zünfte sich als die treibenden Kräfte der Fasnacht an. Aber ein ganz besonderen Dank ging an Arthur Bugger. Der hat als Schwörstädter Bürgermeister über drei Jahrzehnte immer mitgewirkt. Jetzt auf seiner Abschiedstour kam seine Teilnahme in Öflingen bei den Zünften überaus gut an.

Und die fehlten auch nicht, die schelmischen Seitenhiebe auf die befreundeten Zünfte. Über alle gibt es nämlich eigene Geschichten. Eine davon ist der Verlust der alten Flagge. Die ist in Möhlin, respektive Ryburg, verschollen gegangen. Im vergangenen Jahr war die Fahne erst halb fertig, das geht. In Öflingen ist sie nun komplett genäht worden – beidseitig mit den Wappen und Emblemen der jeweiligen Narren. Siggi Griener hatte sich der Aufgabe angenommen und würdevoll nun das Thema beendet. Dafür gab es gleich noch die Ehrennadel vom VHN. Mit der bronzenen Ehrennadel sind Hannelore und Gebhard Malzacher, Maria Klingele, Manfred Maier, Engelbert Strittmatter, Andrea Riegert, Angelika Sutter, Manfred Zimmermann und Ingrid Zumkeller geehrt worden.

In Silber gab‘s die Ehrenspange für Uschi Sutter und Arthur Bugger. Und ganz in Gold gehalten kam, Ehre wem Ehre gebührt, Kanzelar und Oberzunftmeister Michael Sutter überraschend die Besonderheit zu.