Die Fasnacht rückt näher. Bei der Bärenzunft wird eine klassische Hauptversammlung da rasch zum Einstimmungsritual umfunktioniert. Fast 80 Prozent der aktiven Bären-Fasnächtler sind am Samstagabend ins Café Enkendorf geströmt – Ehrensache. Jünger und weiblicher ist die Führungsriege um die Vorsitzende Sabrina Burczyk geworden. Im Jahr 63 der Bären wird wieder ausgiebig der närrischen Tradition gefrönt.

Festzelt macht Kummer

Die Kosten sind es aktuell, die dem Vorstandsteam etwas mehr Sorgen bereiten. Deutlich gestiegene Mietzahlungen für die Unterbringung ihre Utensilien belasten das Konto. Jetzt muss auch noch ihr Festzelt erneuert werden. Die Zeltplane müsse komplett ausgetauscht werden. Schließlich wissen die Bären auch um die Ansprüche ihrer Gäste bei den fixen Terminen: Etwas Trockenheit und Wärme zieht beim Wehrer Narrenmarkt immer. Dazu sollte das Festzelt dann schon dicht sein.

Erhöhung der Mitgliederbeiträge als Thema

Im Gegenzug hatte die Zunft dafür auch einiges unterm Jahr unternommen. Ein großer Kuchenverkauf vor dem bekannten Einkaufsmarkt und die traditionelle Bewirtung zum 1. Mai hinterm Schwimmbad – da kommt schon einiges an Geld zusammen. Nur es reicht derzeit noch nicht. Die Bären haben, wie viele andere Vereine auch, in den letzten Jahren am 1. Mai das Wetterpech kalt erwischt. Nichts war es mit einer langfristigen Finanzplanung. Die sonst immer üblichen guten Einnahmenquellen waren schmale Rinnsale. Erstmals ist bei der Hauptversammlung das Thema Erhöhung der Mitgliederbeiträge angesprochen worden. Nicht vom Vorstand, nein aus der Schar der Narren kam der Vorschlag. Im Zuge der nötigen revidierenden Satzungsdiskussion will der neu gewählte Vorstand sich im kommenden Jahr Gedanken machen. Oberzunftmeister Oliver Brüderle signalisierte dabei seine Unterstützung. "Eure Unterstützung beim Bewirten in der letzten Saison hat eine komplette Busausfahrt zu einem Narrentreffen finanziert", schilderte Brüderle das Engagement. Noch sei diese Arbeit eine Selbstverständlichkeit, aber da seien auch einige Misstöne aufgefallen.

Neue Kassierin

Die turnusmäßigen Neuwahlen bei den Bären brachten einzig eine neue Kassiererin – Nicole Wendt – hervor. Verstärkung gibt es bei der Aufgabenteilung: Fellwartin wird Ramona Dombrowski, Gerätewart bleibt Daniel Erhart. Eine große Zunft hat immer auch eine große Anzahl von Geehrten: Für 45 Jahre Mitgliedschaft in der Bärenzunft ist Franz Fricker und Michael Lüttner geehrt worden. Stefan Strauch ist 40 Jahre dabei, Markus Burgert und Alexander Schumacher seit 35 Jahren, Stefan Braund, Daniel, Paul und Irene Erhart sowie Jurgen Wassmer seit 30 Jahren. Auf 25 Jahre kommen Bärbel de Horna, Ute Liedek, Sandra Wassmer, Alexandra Kramer und Susanne Zimmermann. 20 Jahre dabei ist Tanja Gutmann, 15 Jahre ist Sarah Schlegel und seit zehn Jahren Samuel de Horna, Timo Kaiser, Paul Liedek und Lena Schwarz.

Mehr über die Bärenzunft erfahren sie hier: www.baerenzunft.de