Mit dem Vereinsheim für die Kanusportler, der Freilegung des Rötelbachs und den Baumaßnahmen für das Projekt Rheinliebe kommen im Bereich Nagelfluh gleich drei umfangreiche Bauvorhaben zusammen. Dementsprechend lange dauerte bisher die Abstimmung: Der Kanusportverein hat seit Ende 2015 eine provisorische Unterkunft, das Projekt Rheinliebe wurde Anfang 2017 im Gemeinderat beschlossen und auch die Freilegung des Rötelbachs ist eine Ausgleichsmaßnahme für das seit Ende 2018 fertig erschlossene Baugebiet „Breit II“ in Öflingen. Nun machte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit der Änderung des Bebauungsplans Rheinau-Nagelfluh den Weg für die geplanten Bauprojekte frei. 

  • Die Kanusportler hatten im Sommer bei einem Vor-Ort-Termin ihre Pläne für ein Vereinsheim vorgestellt. Zukünftig soll die Zufahrt zu den Kanusportler und dem benachbarten Wassersportverein besser strukturiert werden, erläuterte Bürgermeister Michael Thater. Eine Schranke soll Wildparken und ein unberechtigtes Fahren auf dem Fußweg verhindern, dazu sollen neue Parkplätze entstehen. Mit der Änderung des Bebauungsplans könne nun auch der Kanusportverein den lange ersehnten Bauantrag beim Landratsamt stellen. „Erfahrungsgemäß dauert es vier bis sechs Monate, bis eine Baugenehmigung erteilt wird.“
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  • Auch das Rheinliebe-Projekt nimmt nun Fahrt auf: hier haben sich 20 Städte und Gemeinden in Deutschland, der Schweiz und Frankreich zur Projektgruppe IBA Rheinliebe zusammen geschlossen, um gemeinsam das Rheinufer aufzuwerten. Allein in Wehr sind vier Maßnahmen geplant. Anfang November fiel nun der Startschuss, im Hintergrund liefen umfangreiche Abstimmungen und Förderanträge. In Wehr sind vier Maßnahmen geplant: Die Aufwertung der Badestelle in Brennet, Sitzgelegenheiten am Uferweg, ein Aussichtspunkt an der Wehrabucht und ein Anlegesteg für die Wehrer Wassersportler.
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  • Der Rötelbach soll wieder in natürliche Bahnen gelenkt werden. Bisher fließt der Bach Rötelbachstraße in einem unterirdischen Kanal. Zukünftig soll der Wasserlauf auf 160 Metern offen geführt werden und südwestlich von der Kläranlage zum Rhein gelangen. Dafür wird der Zaun der Kläranlage etwas verlegt, im Bereich des Uferweges sei eine Verdohlung oder eine Brücke angedacht. Dies müsse noch mit dem Landratsamt geklärt werden, so Thater.