Der frühere Wehrer Stadtrat Gérard Reichert fordert in seinem Leserbrief den amtierenden Bürgermeister Michael Thater zum Rücktritt auf:

„Vor mehr als einem Jahr war der Wahlspruch zur Bürgermeisterwahl von Michael Thater „Zukunft gemeinsam gestalten“. (Abgekupfert vom Briefkopfaufdruck des Landkreises Lörrach). Mit Herrn Denzinger verbindet mich keine innige Freundschaft, aber mit seinem Gratulationsschreiben hat Michael Thater nicht nur ihn beleidigt, sondern auch uns Wehrerinnen und Wehrern gezeigt, was er von uns hält. Dass das alles auch noch unter dem Briefkopf „Der Bürgermeister der Stadt Wehr“ läuft, ist unerträglich und setzt dem Ganzen die Krone auf. Lieber Michael, hör auf: Sofort Rücktritt!“

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Ein weitere früherer Lokolapolitiker meldet sich kritisch zu Wort: Der frühere Rippolinger Ortsvorsteher Roland Fischer schreibt:

„Lieber Herr Thater, vielleicht sollten Sie mit sich mal in Klausur gehen und Einkehr üben, ob Ihre Äußerungen gegenüber Herr Denzinger nicht eher auf Sie selbst zutreffen. Die jüngsten Auseinandersetzungen innerhalb von Wehr zwischen Ihnen und Teilen der Bürgerschaft ließen schon eine richtige Wahrnehmung durch Sie vermissen. Bei Ihrer Bekanntgabe im Gemeinderat, weitere Jahre als Bürgermeister für Wehr zur Verfügung stehen zu wollen, wurde durch diesen fast wortlos zur Kenntnis genommen – genau so wenig euphorisch wie letztlich der Wahlausgang. Desto mehr verwundert es, zum jetzigen Zeitpunkt, Herrn Denzinger in dieser Art und Weise Vorwürfe und Unterstellungen nachzusagen. Im Gegensatz zu Ihnen nimmt Herr Denzinger seit Jahren und Jahrzehnten klar Position zur A98 ein ohne Blick auf mögliche Wählerstimmen aus Öflingen, dafür aber mit Weitblick auf die gesamte Bevölkerung am Hochrhein, wie es eigentlich selbstverständlich sein sollte für einen Kreisrat. Ihren Einsatz für den Erhalt des Krankenhauses Bad Säckingen hielt sich im Vergleich zu Herrn Denzinger und anderen Kreisräten, welche uns für den Wahlkreis Wehr-Rickenbach in Waldshut vertreten, eher in Grenzen. Entschuldigen Sie Herr Thater, aber ich erwarte von einem demokratisch gewählten Mandatsträger (ob im Gemeinderat oder Kreistag), dass er sich zu Wort meldet und das auch öffentlich publiziert wird. Herr Denzinger diesbezüglich als populistisch abzutun, ist geradezu infam und grotesk. Hallo, wo sind wir denn? Die Zeiten der Sonnenkönige sind vorbei. Ich frage mich, warum Sie diesen Brief überhaupt verfasst haben. Anstelle sich über das Wahlergebnis Gedanken zu machen, diskreditieren Sie den Wahlerfolg eines Mitbewerbers, wobei Sie selbst nur hauchdünn an einer Abwahl vorbei geschlittert sind. Kann es sein, dass die vielen Autos, welche Ihnen auf der Autobahn entgegenkommen, also nicht auf der A 98, vielleicht doch nicht die Falschfahrer sind?“

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saeckingen.redaktion@suedkurier.de

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