Wehr Die Wehrerin Lea Lüber erfüllt sich mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr in Ghana ihren Traum

Lea Lüber aus Wehr leistet derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in Ghana. Die 18-Jährige will schon lange weit weg von Zuhause etwas Gutes tun.

Es sei schon immer ihr Wunsch gewesen, für andere etwas Gutes zu tun und dabei möglichst weit weg von Zuhause weg zu leben, sagt Lea Lüber. Seit rund drei Monaten ist die aus Wehr stammende Lüber nun in Ghana, im Küstenort Cape Coast, wo sie sich um benachteiligte Kinder kümmert. Für die 18-Jährige ist die Arbeit, die sie im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) leistet, mehr als ein Zeitvertreib nach dem Abitur: "Ich habe mir einen Traum erfüllt."

Statt täglich zur Uni, geht es für Lüber jeden Morgen mit dem Trotro zum Unterrichten an die umliegenden Schulen. Der Fokus ihrer Arbeit richtet sich auf die HIV- und Sexualaufklärung. "Gerade Schwangerschaften von Teenagern sind hier noch ein großes Problem", weiß Lüber. Umso wichtiger ist ihr das eigene Engagement. "Für mich ist es zum Teil heftig, zu sehen, wie wenig die Kinder und Jugendlichen hier wissen. Deswegen ist der Unterricht eine wirklich sinnvolle Sache", so Lüber.

An acht Schulen unterrichtet Lüber mit ihrer Kollegin Helen Reschke wöchentlich 200 Schüler im Alter von elf bis 14 Jahren. Speziell am Anfang war das für die Freiwilligen keine leichte Aufgabe. "Wir wurden nicht so richtig ernst genommen", gibt Lüber zu, "aber jetzt habe ich den Eindruck, dass unser Unterricht gefällt und die Kinder etwas lernen." Lüber hilft bei weiteren Projekten von Alliance for Youth Development (AYD) aus, der Organisation, die ihr FSJ betreut. So besucht sie regelmäßig ein Waisenhaus und Dörfer, wo sie der gewohnten Zivilisation kaum ferner sein könnte. "Die Menschen haben dort nicht einmal Uhren, was für uns schon sehr ungewohnt ist", erzählt Lüber. Sie möchte dennoch keine ihrer Erfahrungen missen: "Ich bin hier eigenständiger und besser im Umgang mit Menschen geworden. Man muss einfach nur offen sein."

Für ihren beruflichen Werdegang hat sich das FSJ gelohnt. Schon vor ihrer Zeit in Ghana wollte Lüber im sozialen Bereich arbeiten, darin fühlt sie sich bestärkt. "Wenn ich wieder zurück bin, möchte ich gerne soziale Arbeit studieren", erläutert sie. Sie will ihren Aufenthalt bis kommenden September bestmöglich nutzen und das afrikanische Land kennenlernen. Richtiges Heimweh hat sie nicht, obgleich sie nach der anfänglichen Euphorie auch schon Tiefpunkte erlebt hat. "Es ist eher so, dass ich mir wünschte, meine Freunde und Familie wären hier", sagt Lüber. Auch dem ersten Weihnachtsfest ohne ihre Lieben sieht sie entspannt entgegen – bei derzeit sommerlichen 30 Grad. Wobei sie eine deutsche Tradition gerne aufrecht erhalten will: An Heiligabend soll es Glühwein geben.

Spendenaufruf

Wer den Organisation Alliance for Youth Development in Ghana und den deutschen Partnerverein für internationalen und interkulturellen Austausch finanziell unterstützen möchte, kann sich persönlich an Lea Lüber wenden. Die Spenden können bescheinigt werden und dienen ausschließlich zur Unterstützung der international tätigen Freiwilligendienstleistenden. Kontakt per E-Mail (lealueber@aol.com).

Weitere Informationen: www.via-ev.orgwww.aydghana.orgwww.leas-blog.com

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