„Das erste Suserfest wurde veranstaltet, um etwas Leben in den Öflinger Veranstaltungskalender zu bringen und Werbung für die Narrenzunft zu machen.“ Michael Sutter, Präsident der Narrenzunft Öflingen, blickt auf die Anfänge des Festes zurück, das am Sonntag, 23. September, zum 25. Mal veranstaltet wird – genau am Tag des kalendarischen Herbstanfangs in diesem Jahr. Schlachtplatte, Zwiebelwaie, neuer Suser und Musik erwarten die Gäste dann ab 10 Uhr vor oder in der Schulsporthalle – ja nach Witterung.

Rückblick auf die Entstehung

Bruno Henle, der inzwischen verstorbene Ehrenpräsident der Narrenzunft Öflingen, hatte 1994 die Idee für das Suserfest gehabt, blickt Sutter zurück. „Die Narrenzunft steckte damals etwas in der Krise und bestand nur noch aus dem Elferrat und den Alte Schälle“, so Sutter. Mit dem Fest sollte der Öflinger Bevölkerung etwas geboten, aber auch gleichzeitig die Narrenzunft wiederbelebt werden. Und außerdem sollte es auch Geld in die Kasse spülen.

Bescheidene Anfänge

Das erste Suserfest wurde noch in der Zunftstube veranstaltet. In der kleinen Küche kochten die Mitglieder selbst die Blut- und Leberwürste, Sauerkraut und Kartoffelstampf. „Da ging es ganz schön eng zu“, erinnert sich der Narrenzunft-Präsident. Das Fest erfüllte seinen Zweck und wurde schnell und gern von den Öflingern angenommen. Wegen der steigenden Besucherzahl wurde schon nach wenigen Jahren der Platz vor der Schulsporthalle genutzt, bei schlechtem Wetter weicht die Narrenzunft in die Halle aus.

Geheimnis des Erfolgs

700 bis 800 Gäste könne die Narrenzunft Jahr für Jahr an diesem Tag begrüßen, schätzt Tobias Berlinghof, stellvertretender Präsident der Narrenzunft. „Wir sind halt so ziemlich die Ersten mit Schlachtplatte und Suser“, erklärt Berlinghof auch gleich, warum das Suserfest in Öflingen so ein Erfolg ist. Und die Leute freuen sich auf Schlachtplatte, eines der Gerichte in der Herbstküche. Für Kinder oder alle, die nicht so große Fans der Schlachtplatte sind, gibt es auch Currywurst mit Pommes frites.

Zwei Tage lohnen sich nicht

Im Jahr 2011, zum 100-jährigen Bestehen der Narrenzunft, wurde das Suserfest sogar an zwei Tagen veranstaltet – vermutlich eine einmalige Aktion. „Mehr Gäste hatten wir da an den zwei Tagen auch nicht, es verteilte sich halt nur auf zwei Tage“, erinnert sich Sutter. An einem Tag sei es kompakter und auch geselliger.

Ständig neue Ideen

Es werde immer wieder etwas verändert und ausprobiert, erklären die beiden Hauptverantwortlichen. So sei mit Hüpfburg und noch einigen anderen Sachen inzwischen auch ein Kinderprogramm Bestandteil des Festes. Aber im Großen und Ganzen habe sich das Fest so bewährt, wie es jetzt stattfinde. Die Leute kämen vor allem wegen des Essens und der Musik, viel mehr brauche es gar nicht. Zum Jubiläum gibt es dann aber doch noch ein kleines Extra. „Zu jeder Schlachtplatte spendieren wir einen Schnaps und jedes Kind bekommt ein Eis“, verrät Michael Sutter.

Beginn um 10 Uhr

Das wird dann am 23. September zur 25. Auflage des Suserfestes hoffentlich viele Gäste anlocken, spekulieren Sutter und Berlinghof. Mit einem Frühschoppen beginnt das Fest in diesem Jahr schon um 10 Uhr. Ab 11 Uhr können die Gäste dann Essen bestellen und die Helfer der Narrenzunft zum Laufen bringen. Ab 11.30 Uhr werden die Fidelen Dorfmusikanten spielen, ab 13.30 Uhr die Jugendkapelle des Musikvereins Öflingen. Bis zum Einbruch der Dunkelheit soll das Fest dauern, bis dahin werden dann hoffentlich auch die letzte Blutwurst und das letzte Stück Zwiebelwaie über die Theke gegangen sein, hoffen die Macher des Suserfestes.