Statt das Wohnheim in der Paul-Gräb-Straße 1 und 3 wie geplant zu sanieren, muss wegen statischer Probleme nun neu gebaut werden. „Ein besonderes Bauvorhaben“, sagte Bürgermeister Michael Thater, als der Vorsitzende des Diakonievereins, Rainer Kaskel, und Architekt Franz Michler in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses das Projekt vorgestellt haben.

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„Wir haben das Gebäude geprüft, es entspricht in vieler Hinsicht nicht mehr den aktuellen Vorgaben“, erklärte Michler. Der Abriss sei für das Frühjahr 2020 geplant, anschließend soll auf der gleichen Fläche ein dreistöckiges Gebäude mit Keller entstehen. Dieser Neubau füge sich somit gut in die Umgebung ein. „Insgesamt entstehen 18 Wohneinheiten neu. Jeweils sechs Personen werden in einer Wohngruppe leben, dazu kommen Gemeinschafts- und Funktionsräume“, erklärte Michler weiter.

Die Vorgaben und der Verein

Auch wenn bereits für die Sanierung 1,8 Millionen Euro eingeplant wurden: Mit dem Neubau kommen auf den Diakonieverein weitere Kosten zu. „Wir rechnen mit 2,1 Millionen Euro, außerdem erhalten wir weniger Fördergelder“, bedauert Kaskel. Ursprünglich sollte die Sanierung zu 40 Prozent mit Landesmitteln unterstützt werden, für einen Ersatzneubau gebe es nur noch 30 Prozent. Kaskel bleibt aber zuversichtlich: „Wir werden weiterhin unterstützt von Anne-Sophie Mutter und der Hanna-und-Paul-Gräb-Stiftung.“ Die berühmte Geigerin aus Wehr hatte zuletzt im Dezember 2018 ein Benefizkonzert in Wehr gegeben und wird im Sommer den Lothar-Späth-Förderpreis übergeben.

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82 Menschen mit psychischen und körperlichen Behinderungen leben in den Räumen der Diakonie in Öflingen. Durch die Neuregelung der Landesheimbauverordnung muss die Unterbringung neu strukturiert werden. Im ersten Schritt wurde in der Kreuzmatt ein neues Wohnheim für 2,4 Millionen Euro gebaut. Noch in diesem Herbst soll das neue Zuhause für 24 Menschen fertig sein, der Umzug soll Anfang des Jahres erfolgen. „Wir haben keinen Druck und achten dabei auf das Wohl der Bewohner“, erklärt Kaskel. Wenn die Bewohner aus der Paul-Gräb-Straße 1 und 3 in das neue Gebäude umgezogen sind, wollte man hier mit der Sanierung beginnen. In den Neubau sollen die Bewohner der Außenstelle Hottingen einziehen, die dann aufgelöst wird. Umgebaut werden müssen dann auch die zehn Wohnungen im Haupthaus in der Paul-Gräb-Straße 2.