Breite Zustimmung über alle Fraktionen hinweg gab es am Dienstagabend für das Interreg-Projekt "Rheinufer-Rundweg extended". Rheinfeldens Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und Christoph Schmidt vom Umweltplanungsbüro proEco stellten Details zu diesem Leuchtturmprojekt vor, welches von den Gemeinderäten einstimmig befürwortet wurde.

Neun Städte und Gemeinden beiderseits des Rhein haben sich für das Projekt im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Basel 2020 zusammengefunden, freute sich Klaus Eberhardt, berichten zu können. Ein außergewöhnlicher Zusammenschluss von überregionaler Bedeutung, der auch den Lenkungsausschuss des Interreg-Projektes "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein" überzeigte. Dieser stellte für das Leuchtturmprojekt "Rheinliebe" einen Fördersatz in Höhe von 70 Prozent in Aussicht.

Ein "Potpourri an verschiedenen Aufwertungsmaßnahmen" sei entlang des Rheins geplant, sagte Eberhardt, der zusammen mit dem Schweizer Rheinfelden für die Gesamtplanung zuständig ist. So sollen verschiedenste Landschaftsaspekte entlang des Rheins zu einem großen Ganzen zusammengefasst und damit auch Naherholung und Tourismus gefördert werden.

Konkret wurden für Wehr vier verschiedene Ideen im Zusammenhang mit der Rheinliebe entwickelt, erklärte Christoph Schmidt vom Umweltplanungsbüro proEco im Anschluss. Von der Befestigung der Badestelle Brennet über Sitzgelegenheiten entlang des Rheins und eine neue Steganlage bis hin zu einem Aussichtspunkt an der Wehrabucht soll der Wehrer Rheinabschnitt so für Einheimische und Touristen aufgewertet werden.

Die Gemeinderäte sahen das Projekt einvernehmlich als sehr gute Möglichkeit zur Aufwertung der Stadt. Bedenken gab es hinsichtlich der geplanten Aufschüttung an der östlichen Wehramündung. Bürgermeister Michael Thater erläuterte hierzu, dass man sich erst in der Anfangsphase der Planungen befände. Erst wenn alle Gemeinden zustimmen, könne mit der Umsetzung begonnen werden. Dem Antrag, von den Gesamtkosten für die Stadt in Höhe von 270 000 Euro (nach Abzug der Fördermittel knapp 89 000 Euro) in den kommenden zwei bis drei Jahren zu übernehmen, stimmte der Gemeinderat anschließend einstimmig zu.