„Der städtebauliche Vertrag ist die Basis für den Bebauungsplan„, begründete CDU-Fraktionssprecher Bernhard Stockmar den Antrag. In dieser Hinsicht will der Gemeinderat auf Nummer sicher gehen: Eine Offenlage und damit eine öffentliche Diskussion der Planung für das Gelände solle es erst dann geben, wenn die vertraglichen Modalitäten zweifelsfrei festgelegt sind. In nichtöffentlicher Sitzung am Dienstag stattfand, sei „intensiv über das Vertragswerk diskutiert worden“, wie Bürgermeister Michael Thater eingangs der öffentlichen Sitzung erklärte.

Stockmar betonte aber: „Noch ist der Vertrag nicht unterschriftsreif. Aber wir hoffen, dass in den nächsten Tagen alles geregelt werden kann“, so Stockmar. Woran es konkret hakt, darüber schwiegen sich Gemeinderat wie auch Verwaltung aus.

Auch Michael Thater zeigte sich optimistisch: „Die Beurkundung des städtebaulichen Vertrags ist in den nächsten Wochen zu erwarten.“ Somit könne die vierwöchige Offenlage der Planung schon im Juli oder August erfolgen. Spätestens im November soll der Gemeinderat die eingegangenen Anregungen behandeln und die Satzung beschließen, so Thater weiter: „Das ist ein ambitionierter, aber realistischer Zeitplan.“

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Derweil sei aktuell „viel Bewegung in dem Vorhaben“, wie Jérôme Amiguet vom Stadtplanungsbüro Baldauf darstellte. Etliche Anpassungen im Vergleich zur Ursprungsplanung von 2015 seien vorgenommen worden. „Die Detailplanung der Märkte und weiteren Gebäude ist bereits in vollem Gange.“

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Der Fokus liegt auf dem zentrale Gebietsteil, wo bekanntlich ein Neubau entstehen soll, in dem neben dem Schmidts Markt ein Discounter und ein Drogerie-Markt untergebracht werden. Der südwestliche Teil dieses Gebietsteils, in dem sich zwei Gebäude befinden, soll derweil als „Urbanes Gebiet“ ausgewiesen werden, was laut Planer Amiguet „deutlich mehr Flexibilität bei der Nutzung zulässt, als wenn es sich um ein klassisches Mischgebiet handeln würde.“

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Der Planer riet denn dazu, dass in den dort befindlichen Gebäuden mindestens 70 Prozent der Erdgeschossflächen für eine gewerbliche Nutzung vorgesehen sollten, um eine Belebung des dortigen Platzes zu gewährleisten.

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Überhaupt solle das Gelände gerade entlang der südlichen Gebietsgrenze zum Verweilen einladen. Das soll auch durch die Erschließung des Areals für Fußgänger inklusive dem Bau eines Stegs über die Wehra erreicht werden. Arkaden am Westrand, die Verschiebung von Baufenstern und eine Erhöhung der zulässigen Gebäudehöhe sind weitere Aspekte, die die Planer in den vergangenen Monaten im Zusammenspiel mit den Verfahrensbeteiligten erarbeitet haben.

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Groß war auch die Begeisterung des Gemeinderates. Es handle sich um ein lebendiges und attraktives Planwerk, dessen Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen sei, zollten die Ratsmitglieder fraktionsübergreifend Anerkennung. „Wir werden weiter an diesem Herzstück unserer Stadt feilen und freuen uns auf die öffentliche Diskussion, wenn das Ganze schließlich in die Offenlage geht“, konstatierte Christoph Schmidt (Freie Wähler).

Auch die Flächennutzungsplanänderung, gewissermaßen die Voraussetzung für die Bebauungsplanänderung, stieß im Gemeinderat auf keinerlei Einwände und wurde folglich einstimmig begrüßt.

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