Wehr Bilanz nach einem Jahr: Nachbarschaftshilfe in Wehr kommt an

Die organisierte Nachbarschaftshilfe in Wehr stößt auf gute Resonanz. Vor allem Senioren nutzen das vielseitige Angebot zur Unterstützung im Alltag.

Seit einem Jahr gibt es organisierte Nachbarschaftshilfe in Wehr. Wenn am Donnerstag auf das einjährige Bestehen angestoßen wird, hat der Vorstand wirklich allen Grund zur Freude: 30 Helfer, 35 Klienten und über 1000 Einsatzstunden in diesem Jahr zeigen, dass die Unterstützung im Alltag gebraucht wird.

"Das die Nachbarschaftshilfe so gut anläuft, dass hätten wir wirklich nicht erwartet", freut sich Vorstandsmitglied und Initiatorin Hannelore Griener. Schon vor einigen Jahren hatte sie die Idee gehabt, und im Freundeskreis kräftig Werbung gemacht. 2016 wurde es dann konkret: "Wir haben andere Vereine besucht und uns Ideen geholt. So kam dann der Kontakt mit dem Landfrauenbund zustande", erinnert sich die engagierte Wehrerin. Der katholische Landfrauenbund unterstützt überkonfessionell die organisierte Nachbarschaftshilfe, etwa mit Weiterbildungen für Vorstand und Helfer. Am 6. Dezember 2016 fand dann die offizielle Vereinsgründung statt.

"Wir sind mit 34 Mitgliedern gestartet, und schon da gab es eine beeindruckende Aufbruchstimmung", erinnert sich der für die Finanzen des Vereins zuständige Dieter Hirsmüller. Schon vor dem offiziellen Startschuss konnte ein erster Kurs angeboten werden, Weiterbildungen und Helfertreffen gibt es seitdem regelmäßig. "Der Verein steht ausdrücklich jedem offen", betont die Vorsitzende Susanne Fricker. Schließlich gehe es nicht um Krankenpflege, sondern um Begleitung und Unterstützung im Alltag.

Vor allem Senioren nutzen gerne die Möglichkeit, einen Helfer zum Einkaufen, für die Fahrt zum Arzt oder einfach einen gemütlichen Spielenachmittag über den Verein zu finden. "Bei Manchen hat sich da schon eine Art Freundschaft entwickelt," freut sich Petra Lutz. Möglich ist aber auch, kurzfristig Unterstützung zu bekommen, etwa wenn das eigene Kind erkrankt ist und Einkäufe zu erledigen sind. Die Unterstützung wird mit einem geringen Betrag berechnet, bestimmte Leistungen lassen sich mittlerweile auch bei der Pflegekasse einreichen. Der soziale Gedanke stehe aber ausdrücklich im Vordergrund, so Dieter Hirsmüller. Darum könne selbstverständlich auch für einkommensschwache Familien eine Lösung gefunden werden.

Verein und Fortbildung

  • Der Verein: Der gemeinnützige Verein Miteinander – Füreinander e.V. vermittelt praktische Alltagsunterstützung zu einem sozial verträglichen Beitrag. Weiter Informationen sind bei der Einsatzleiterin Silke März-Mathieu unter der Telefonnummer 07762/809 90 79, unter www.mitfuer-wehr.de sowie persönlich mittwochs von neun bis elf Uhr zu den Bürozeiten in der Höfstraße 6 erhältlich.
  • Neue Fortbildung: Im Februar wird eine neue zweitägige Fortbildung zum Thema "Alltagsgestaltung mit demenziell erkrankten Menschen" angeboten. Der Kurs steht jedem offen, die Kurskosten werden von der AOK-Pflegekasse übernommen. Die Anmeldung ist bei Susanne Fricker unter 07762/27 23 oder s.fricker@elektro-fricker möglich.

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