Über 50 Flüchtlinge aus Wehr und Öflingen nahmen am gestrigen Besuch des Ostergartens in der St. Ulrichs-Kirche teil. Bernt Kesper – Sprecher der Gruppe „Begrüßung und Willkommenskultur“ des Netzwerkes Integration– war die Freude über die zahlreiche Teilnahme anzusehen. Denn er hatte die Idee, den Flüchtlingen in der katholischen St. Ulrichs-Kirche in Öflingen zu erklären, was für die Christen das kirchliche Fest Ostern bedeutet. Seine Idee fand allenhalben sofort Zustimmung und eine genügende Zahl von Helfern meldeten sich und unterstützte ihn bei den Vorbereitungen und der Durchführung der Aktion.

Mit einer so hohen Teilnehmerzahl von über 50 Flüchtlingen hatte eigentlich keiner gerechnet, da es sich fast ausschließlich um Moslems handelt. Aber durch ihre Teilnahme zeigten sie ihr Interesse an der Religion ihrer Gastgeber. Zunächst galt es aber, die Flüchtlinge zur Kirche zu bringen. In Öflingen wurde das zu Fuß organisiert. Für die Flüchtlinge aus Wehr dagegen mussten Fahrzeuge und Fahrer aus dem Helferkreis organisiert werden.

In der katholischen St. Ulrichs-Kirche in Öflingen wurden die Flüchtlinge zunächst begrüßt und ihnen ausdrücklich erklärt, dass es nicht darum geht, sie zu missionieren. Ziel war es, den Flüchtlingen zu zeigen, warum die christlichen Kirchen Ostern feiern. Dies erklärte Pfarrgemeinderat Hans Loritz anhand des Ostergartens, der seit einigen Jahren von einer Gruppe engagierter Katholiken über die Osterzeit errichtet wird. Die Flüchtlinge zeigten sich laut Organisatoren überraschend interessiert und stellten an die anwesenden Helfer viele Fragen. Eine große Leistung zeigte der Übersetzter Tarek Klein – ein Ägypter, der seit einigen Jahren in Deutschland lebt und zum Kreis der Helfer gehört.

Anschließend wurden alle in das Pfarrheim Öflingen eingeladen und mit Getränken und Gebäck aus ihrem Heimatland bewirtet. Zum Abschluss bedankten sich die Flüchtlinge herzlich für diesen Mittag.


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