„Wir sind guter Dinge“, erklärte Vorsitzender Rainer Kaskel den Mitgliedern und Förderern vom Haus der Diakonie bezüglich der baldigen Eröffnung des neuen Wohnheims in der Kreuzmatt im Frühjahr 2020. Im Rahmen der Mitgliederversammlung vom Diakonieverein Wehr-Öflingen am Mittwochabend bestimmten die absehbaren Kosten und Planungen für weitere Aktivitäten die Rechenschaftsberichte. Ein größerer Ersatzbau in der Paul-Gräb-Straße ist derzeit in der abschließenden Vorbereitung. Der Vorstand ist für weitere drei Jahre gewählt worden.

Die bundeseinheitliche Heimbaumindestverordnung beschäftigt weiterhin den Diakonieverein. Als Zimmermindestgröße ist 2009 beschlossen worden, dass statt zwölf 14 Quadratmeter gelten müssen. Zugleich darf es nur noch Einzelzimmer geben. Daher musste der Diakonieverein Wehr-Öflingen 42 neue Wohneinheiten angehen, zehn weitere im Kernhaus der Diakonie müssen umgebaut werden.

Mittelfristig wird daher die Liegenschaft in Hottingen aufgegeben. Diese hat bereits eine Interimsgenehmigung für den Weiterbetrieb erhalten, sodass der dortige Betrieb so lange gewährleistet ist, bis die Ersatzzimmer in Öflingen errichtet sind.

Als neues Dilemma haben sich jüngst die baurechtlichen Bewertungen in Öflingen entwickelt. Der einstmals geplanten und genehmigten Aufstockung um eine weiteren Ebene des Hauses Paul-Gräb-Straße 1/3 stehen heute neue statische Anforderungen gegenüber. Diese sind durch die Einordnung in die Erdbebenzone II entstanden.

Wegen der gesetzlichen Vorgabe, keine Zentren für Heime und Betreuungseinrichtungen mehr zu errichten, musste die Bestandsliegenschaft bewertet werden. Eigentlich sollten bei Neubauten generell auf vom Haupthaus weiter entfernte Baulücken oder neu zu erschließende Grundstücke zurückgegriffen werden. Diese Möglichkeiten fehlen aber vor Ort, wie die beiden Städte Wehr und Bad Säckingen bereits dem Sozialministerium mitgeteilt haben.

Jetzt stehen die Signale auf Grün – statt Ersatzneubau wird also von einem Ersatzbau gesprochen. Somit muss sich der wiedergewählte Vorstand weitere drei Jahres auf Bauangelegenheiten konzentrieren.

Finanzvorstand Wolfgang Kemmerling lenkte den Blick auf die stabile Lage bei der Belegung. „Eine gute Auslastung, die die Kosten deckt“, war Kemmerlings Resümee. 74 Prozent der Aufwendungen werden für Personalkosten verwendet. „Aber die Mitarbeiter sind das eigentliche Kapital bei uns“ – damit war auch ein Lob an die Heimleitung und die 88 Mitarbeiter verbunden. Mehr als drei Millionen Euro kostet der Neubau in der Kreuzmatt. Weitere knapp drei Millionen Euro sind für den Ersatzbau und Umbau in der Paul-Gräb-Straße eingeplant.