Und ewig röhren die Ölche. Vor gut vier Jahren gründete sich die Band „Ölch“ in Wehr. Mit hartem Rock und eigenen Texten machte die Combo schnell auf sich aufmerksam. Am Samstag, 10. März, tritt Ölch nun in der „Schlosserei“ in Wehr auf. Erstmals nicht als Vorgruppe, sondern als Hauptband. Überhaupt hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan bei Ölch.

Zum Beispiel sind es nicht mehr vier sondern fünf Ölche. Neben Valentin Tenhibben (Gesang), Janis Lang (Gitarre/Gesang), Raffael Albiez (Schlagzeug) und Remo Zimmermann (Bass) ist Axel Fien (Gitarre) vor etwa einem Jahr zur Band gestoßen. „Damals haben wir ein halbes Jahr pausiert, weil Valentin in Italien war. Dann kam Axel als Ergänzung dazu“, erzählt Janis. Ihr Sound sei jetzt noch satter und heftiger. Deswegen hätten sie auch viele ihrer alten Songs nochmal überarbeitet. „Als wir angefangen haben, als Band zu spielen, fanden wir die Sachen ganz gut. Aber irgendwann fanden wir den Sound zu flach, deswegen haben wir die Songs dann etwas aufgepeppt“, macht Valentin deutlich, dass sich die junge Band weiterentwickelt hat.

Neben alten Songs in neuem Gewand hat Ölch auch ganz neue Sachen im Repertoire, das insgesamt etwa 55 Songs umfasst. Dreiviertel davon seien eigene Stücke, der Rest seien Coverversionen. Neben vielen deutschen Stücken haben die fünf jungen Musiker inzwischen auch englische Songs ins Programm aufgenommen. Freundschaft, Freiheit, Party, Heimat – das sind die Themen, um die sich die Ölch-Songs drehen. Aber auch mal ernstere Themen wie Selbstmord inspirieren die Band. Nein, man müsse sich keine Sorgen um sie machen, versichern alle fünf. Aber natürlich beschäftige man sich auch mal mit Themen, die etwas ernster sind.

Obwohl Ölch noch eine junge Band ist, hat sie sich in der Region durchaus schon einen Namen gemacht. Beim „Sommer in Wehr“ traten sie schon auf, aber auch bei der Rocknacht in Wislet und bei verschiedenen anderen Veranstaltungen in der Region. Dabei seien sie immer wieder mal aufgefallen und angesprochen worden, ob sie hier und da auftreten würden.

„So sind wir auch zu einem Gig bei der kommenden Regiomesse gekommen“, erzählen die fünf. Dort werden sie bei einer US-Car-Show auftreten und kräftig reinhauen. „Wir sind alle mit Rock groß geworden, das ist unsere Musik.“ Einflüsse aus Punk und Metal runden den Ölch-Rock ab. Den wollen sie in absehbarer Zeit auch ganz gerne auf CD pressen. „Das ist allerdings eine teure Angelegenheit“, erzählt Valentin. Deswegen wüssten sie noch nicht genau, wann und in welchem Tonstudio sie die CD aufnehmen werden, aber es sei ein Ziel, das sie unbedingt verwirklichen wollen. Am Samstag spielt Ölch nun nach längerer Zeit mal wieder in Wehr. Diesmal sind sie nicht die Vorgruppe, sondern die Hauptband des Abends. Als Vorgruppe wird die Schopfheimer Band „Siphlek“ auftreten. „Der Eintrittspreis ist sehr jugendfreundlich“, machen sie etwas Werbung. Einige Freunde und Bekannte hätten schon zugesagt, dass sie kommen, aber jeder der Bock auf Rock hat, sei herzlich willkommen. Ab 20.30 Uhr rockt die Schlosserei.