Nach rund zweijähriger Planungszeit war es Mitte August endlich soweit und die Wehrer Pfadfinder konnten ihre langersehnte Reise nach Skandinavien antreten. Genauer gesagt nach Blidingsholm in der Region Smaland in Südschweden auf den Zeltplatz des internationalen Pfadfinderzentrums ging die Reise.

Schon Anreise für manche ein Abenteuer

Der überwiegende Teil der Gruppe reiste mit dem Flugzeug vom Euroairport Basel nach Kopenhagen und von dort weiter mit dem Bus zum Lagerplatz.

Die älteste Gruppenstufe, die „Rover„, ließen es sich allerdings nicht nehmen, die Reise im Rahmen einer mehrtägigen Stafette mit Bus und Bahn anzutreten und so bereits auf der Anreise das eine oder andere Abenteuer zu erleben.

Das Gepäck der Gruppe inklusive des benötigten Zeltmaterials hatte die Reise in den Norden bereits eine gute Woche vorher per Spedition als Lückenfüller einer regulären Frachtlieferung angetreten und erwartete die Teilnehmer rechtzeitig bei deren Ankunft auf dem Lagerplatz.

Lageraufbau mit einigen kleinen Hindernissen

Der Platz an sich bot den Pfadfindern einige Annehmlichkeiten, die den Aufbau der Zelte und der Essenstelle erheblich schneller vonstattengehen ließ. So wurde beispielsweise das Bauholz bereitgestellt, das die Pfadfinder normalerweise im Vorfeld selbst mühevoll einschlagen müssen.

Das gewöhnungsbedürftige Längenmaß des Bauholzes von 2, 4 und 6 Meter erforderte beim Errichten des Lagers zwar einiges an Improvisationsgeschick, doch wurde diese Herausforderung dank technischem Können ohne Probleme gemeistert.

Basteln an Holzlöffeln und Steinschleudern

So blieb den Teilnehmern viel mehr Zeit, intensiv in die Welt von Pipi Langstrumpf, Michel und Ronja Räubertochter einzutauchen.

Die Abenteuer von Ronja Räubertochter bildeten auch den Grundstein für das diesjährige Lagermotto, in dessen Rahmen die Kinder Holzlöffel schnitzen, Lederbeutel basteln, an Schleudern werkeln und eine Räuberschule zum Erkennen von Schmugglern besuchen konnten.

Besuch im Elchpark und zweitägige Kanutour

Die erlernten Fähigkeiten und gebastelten Gegenstände waren dann auch essenzielle Bestandteile eines großen Geländespieles auf einer abgelegenen Abenteuerinsel. Derart inspiriert, stand in den nächsten Tagen das Bauen von Flößen und der Besuch eines Elchparks auf dem Programm.

Was wäre aber ein Aufenthalt in der atemberaubenden Natur Schwedens ohne eine ausgiebige Kanutour? Sich dieser Frage durchaus bewusst, begab sich der gesamte Stamm auf eine zweitägige Wassertour durch die Seenlandschaft nach Falaboda, um dort in einer Scheune zu übernachten.

Geselligkeit am Lagerfeuer

Allabendlich wurde ein großes Lagerfeuer entzündet und gemeinsam gesungen, gelacht und den Geschichten von Ronja Räubertochter aus Astrid Lindgrens Klassiker gelauscht. Selbstverständlich kamen auch der Austausch und das Schließen von Freundschaften mit anderen Pfadfindern nicht zu kurz, die ebenfalls ihr Lager im internationalen Pfadfinderzentrum aufgeschlagen hatten. So verging die Zeit viel zu schnell und schweren Herzens mussten die Pfadfinder die Heimreise antreten.