Die Interessensgemeinschaft Pro Wehratalbahn wird am kommenden Sonntag, 15. März, ab 10.15 Uhr eine kleine geführte Exkursion zur Erkundung der Strecke im Abschnitt Wallbach–Öflingen anbieten. Treffpunkt ist an der Flößerhalle in Wallbach. Alle Mitglieder sowie interessierte Bürger sind zur Teilnahme eingeladen.

Die Exkursion soll den derzeitigen Zustand der Bahnanlagen aufzeigen und den Streckenverlauf in Erinnerung rufen. Nach Wahrnehmung der neu gegründeten Interessensgemeinschaft besteht teils Unklarheit, nachdem der Verkehr nun seit 30 Jahren vollständig ruht und es zwischenzeitlich entsprechend viele Mitbürger gibt, die keine eigene Erinnerung an den damaligen Bahnbetrieb haben können.

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Die Vertreter der IG möchte während der Begehung an ausgewählten Stationen sowohl auf historische und technische Hintergründe eingehen, als auch Perspektiven für die Nutzung im Rahmen eines modernen Schienenpersonennahverkehrs aufzeigen. Des Weiteren stehen sie auch für Fragen der Exkursionsteilnehmer zur Verfügung. Ziel der Exkursion ist das im ehemaligen Bahnhofsgebäude Öflingen untergebrachte Jugendhaus der Stadt Wehr.

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Vom Treffpunkt an der Flößerhalle führt die Wanderung zunächst zur ehemaligen Anschlussstelle Wallbach, an der die Wehratalbahn von der Hochrheinbahn abzweigt. Ab dort folgt die Tour der Trasse für rund fünf Kilometer. Dies erfolgt teils auf Wegen parallel zu den Schienen. In den Abschnitten, die dies erlauben, führt die Exkursion direkt auf den alten Gleisen. Aus diesem Grund sollten die Teilnehmer gut zu Fuß sein und über festes Schuhwerk verfügen. Da die Route buchstäblich auch mal „über Stock und Stein“ führt, ist sie nicht für Kinderwagen, Rollstühle oder Rollatoren geeignet.

Bis 2020 will das Land Baden-Württemberg durch das Landesverkehrsministerium prüfen, welche stillgelegten Bahnstrecken reaktiviert werden können. Die ursprünglich 75 vorgeschlagenen Strecken wurde untersucht, die Auswahl schrumpfte bereits auf 41 mögliche Strecken zusammen. Wesentliche Kriterien sind dabei die erwarteten Fahrgastzahlen und die Kosten der Wiederertüchtigung. Bis Herbst 2020 werden voraussichtlich 15 Bahnstrecken in der engeren Auswahl übrig bleiben.

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Bau und Betrieb sollen nach Vorstellung von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) mit kommunalen Mitteln saniert werden, das Land will mit Fördermitteln über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGFVG) sowie mit Mitteln für die Schülerbeförderung unterstützen.