Wehr 450 Läufer kommen mit einem Lächeln ins Ziel

Jubiläum des Wehratallaufs trotz brütender Hitze wieder ein Renner

Beatrix Beckert und Robert Krinke sind die Sieger des 25. Wehratallaufs. Sie setzten sich am Samstag nach 10,2 Kilometern in brütender Hitze durch. 315 Läufer hatten sich zum Hauptlauf der Veranstaltung der Lauffreunde des TV Wehr angemeldet, damit wurde die Rekordmarke von 316 Teilnehmern aus dem Vorjahr denkbar knapp verpasst.

„Es ist kein Wetter für Rekorde“, hatte Organisationschef Günter Schönauer erklärt, da passte das eigentlich ins Bild. Allerdings hatte Schönauer seine Aussage eher auf die sportlichen Leistungen bezogen. Deutlich über 30 Grad im Schatten herrschten im Wehratal, da sollten sich die Läufer nicht überschätzen, sondern möglichst mit einem Lächeln ins Ziel kommen. Die Mahnung galt auch für die Kinder, die beim Kindertallauf auf die kurze Strecke gingen und für die Nordic Walker, die 8600 Meter unter die Stöcke nahmen. Die Zahl der Wasserstellen wurde verdoppelt, das DRK war mit 14 statt mit den ursprünglich geplanten acht Einsatzkräften vor Ort. Und die kamen auch zum Einsatz, ein Krampfanfall im Zielbereich und ein paar überhitzte Läufer waren das Ergebnis des Sommerwetters. Allerdings keine wirklich gefährlichen Fälle, wie Frank Mattes, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Wehr erklärte.

Für Robert Krinke war es übrigens der erste Start beim Wehratallauf und gleich holte er sich den Sieg – die Streckenrekorde von Felix Köhler und Anja Schnabel waren nicht in Gefahr. Krinke war beeindruckt von der Streckenführung, bei der immerhin 184 Höhenmeter zu überwinden sind. Am Berg habe er sich ein wenig übernommen, erzählte Krinke nach dem Lauf. Und da kam ihm der erst 17-jährige Ablelom Kofulu aus Eritrea ganz nah. Kofulu kam vor einigen Monaten als Flüchtling nach Deutschland und lebt seit einem halben Jahr in Rheinfelden. Hier begann er auch erst mit dem Laufen. Eine Zeit lang sah es nach einem Zweikampf um den Sieg bei den Männern aus. 58 Sekunden trennten Krinke und Kofulu am Ende im Ziel. Es sei eine tolle Veranstaltung lobte der Sieger die Organisation der Lauffreunde. Und ja, eigentlich müsse er als Titelverteidiger im kommenden Jahr wieder nach Wehr kommen.

Es war der 25. Lauf in 26 Jahren – im Jahr 2000 wurde wegen des Jubiläums der Stadterhebung von Wehr ein Stadtlauf ausgetragen – also schon eine ganz besondere Veranstaltung. Viele Gruppen gingen wieder an den Start, so etwa von der Stadtverwaltung Wehr, der Tierklinik Partners und aus dem Wehrer Freistaat Enkendorf. Für die Nordic Walker gab Schönauer das Motto aus „durch Bewegung etwas bewegen“. Von dem Startgeld jedes Walkers gingen wieder fünf Euro an die Kinderkrebshilfe in Freiburg. Walter Thoma, der Macher des Wehratallaufs vor 25 Jahren gab den Startschuss für den Hauptlauf und für die Kinder des Kindertallaufs gab es zum Jubiläum einen Ballonwettbewerb. Die Karten, die in den kommenden zwei Wochen die weitesten Strecken zurücklegen, gewinnen je eine Eintrittskarte für den Europapark, die von SÜDKURIER und Europapark zur Verfügung gestellt wurden.

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