Wehr 40 Jahre SpVgg: Wie aus drei Grümpelturniermannschaften die Spielvereinigung Wehr wird

Drei Grümpelturniermannschaften haben vor 40 Jahren die SpVgg Wehr gegründet. 2017 feiert der Wehrer Verein am Sonntag, 25. Juni sein 40-jähriges Bestehen. Wie sich der Verein entwickelt hat und welche Rolle er im Wehrer Vereinsleben spielt, erfahren Sie hier.

Wehr – Auf 40 Jahre bewegende Vereinsgeschichte kann die Spielvereinigung Wehr (SpVgg) in diesem Jahr zurückblicken. Diesen runden Geburtstag feiert der Verein am Sonntag, 25. Juni, von 11 bis 18 Uhr auf dem Vereinsgelände „Im Juch“. Drei Grümpelturniermannschaften, die sportlich mehr erreichen wollten, hatten 1977 die Idee, sich zu einem eigenen Verein zusammenzuschließen – die „Steinegg-Buben“, die „Ballkiller“ und die „Young-Boys“. „Damals gehörten Grümpelturniere noch ganz fest ins Sportgeschehen – aber wir wollten mehr, hatten viele Ideen“, erinnert sich Roland Kuhne, der 28 Jahre lang den Präsidentenposten der SpVgg innehatte.

  • Die Gründung: Im Gasthaus „Zur frohen Einkehr“ schließlich versammelten sich am 10. Dezember 1977 45 Personen zu den ersten Vorstandswahlen mit den beiden Vorsitzenden Helmut Steinebrunner (Vorsitzender) und Wolfgang Rösch (stellvertretender Vorsitzender) – der Weg war geebnet zum eigenen Spielbetrieb der Herrenmannschaft im Folgejahr 1978. „Alle Spiele wurden auswärts ausgetragen, da der eigene Platz noch nicht fertiggestellt war – trainiert haben wir auf dem ehemaligen Ciba-Platz an der Wehra, bis wir noch im selben Jahr unseren Trainingsplatz „Im Juch“ selbst erstellten“, erinnert sich Kuhne. Dort wurde das erste Grümpelturnier mit 23 Herren- und fünf Damenteams in diesem Jahr ausgetragen – doch damit nicht genug.
  • Der Sportplatz: In mühsamer Kleinarbeit errichteten die Aktiven des Vereins 1979 ihren eigenen Sportplatz. „Das sumpfige Wiesengelände wurde zu einem gut bespielbaren Platz, später wurde auch der hintere Teil des Geländes mit einer Drainage versehen“, sagt Roland Kuhne. In vielen Stunden Arbeitseinsatz sei dies damals gemeinschaftlich gelungen, sagt er. Das Vereinsleben sei damals etwas anders gewesen, weiß Kuhne. Mit Engagement und Herzblut sei die Freizeit der Vereinsarbeit gewidmet worden – oftmals mitgetragen von der ganzen Familie. Und die SpVgg nahm Fahrt auf.
  • Die ersten Erfolge: In die Saison 80/81 fällt die Aufnahme einer Damenmannschaft. „Der Verein wuchs mit großem Erfolg – in der Saison 81/82 spielte zum ersten Mal auch unsere A-Jugend-Mannschaft“, erzählt Kuhne. Nachdem 1981 der neue Sportplatz der SpVgg eingeweiht wurde, konnten in der Saison 1981/82 dann erstmals Heimspiele ausgetragen werden – die SpVgg hatte ihre Heimat gefunden. „Wir bekamen in dieser Zeit immer mehr Zuwachs“, berichtet Kuhne. 1982 kam eine zweite Aktivmannschaft hinzu, 1985 eine C-Jugendmannschaft und zwei Mädchenmannschaften, auch eine Gymnasitkgruppe begann ihr Training.
  • Die 80er Jahre: 1986 wurden die D- und die E-Jugendmannschaften gegründet und der Verein erhielt den Sepp-Herberger-Preis für hervorragende Jugendarbeit im Mädchenfußball. In diesem Jahr wurde die 14-jährige Spielerin der Mädchenmannschaft Barbara Maurer für den südbadischen Damenkader nominiert. „Dank ihrem großen Talent und ihrer konstanten guten Leistungen hat sie das erreicht – wir sind so stolz gewesen auf das Mädchen“, sagt Kuhne rückblickend.Mit der Fertigstellung der Seebodenhalle wurde 1984 das erste „Superturnier“ ausgerichtet – das Non-Stop-Hallengrümpelturnier, bei dem 48 Mannschaften 38 Stunden am Stück gekickt und gekämpft haben. „Auf den Beinen waren bis zu 50 Helfer unseres Vereins – bis Mitte der 90er Jahre“, erzählt Kuhne.1987 feierte die SpVgg ihr zehnjähriges Bestehen mit 170 Mitgliedern – daran habe am Anfang keiner gedacht, sagt Kuhne. 1988 seien die „Alten Herren“ auf den Plan getreten.
  • Die 90er Jahre sind geprägt von der weiteren Konsolidierung der Mannschaften: 1994 wurde die SpVgg Pokalsieger im südbadischen Damenpokal, 2006/2007 stieg die SpVgg auf zum Meister in der Kreisliga C. Seit 2009 trainieren die Mannschaften auf dem städtischen Kunstrasenplatz in Wehr – Training und Turniere von ganz neuer Qualität sind seither möglich.
  • Die 2000er: Seit 2015 zählt die SpVgg 380 Mitglieder, besonders die Kinder- und Jugendarbeit nimmt mit 112 aktiven Junioren einen besonderen Stellenwert ein.

Über die SpVgg und ihr Angebot

  • Der Verein: Die Spielvereinigung Wehr 1977 ist ein aufstrebender Fußballverein des Bezirks Hochrhein und ist dem südbadischen Fußballbund angeschlossen. Vorsitzender ist Massimo Stefanelli. Leidenschaftliche Spieler, Trainer und Mitglieder machen einen Spielbetrieb in fast allen Junioren-Altersklassen möglich. Aus einer kontinuierlichen Nachwuchsarbeit entstanden die erste und zweite Mannschaft der Herren.
  • Das Angebot: Der Verein bietet neben Fußball auch eine Gymnastikgruppe und seit 2016 mit großem Erfolg die Dance Factory – eine Tanzschule für Kinder von zwei Jahren bis zum Erwachsenenalter. Die Schule wird von der examinierten Tanztrainerin Sonia Zabatino-Stefanelli und Debora Ferrara geleitet.
  • Die Feier: Ihr 40-jähriges Bestehen feiert die SpVgg am Sonntag, 25. Juni, von 11 bis 18 Uhr auf dem Vereinsgelände „Im Juch“ (Dossenbacher Straße 21 in Wehr). Mit Musik, Getränken, Fußball-Stationen für Kinder, Tanzprogrammen mit Workshop ab 13 Uhr. Ein Höhepunkt stellt das Fußballspiel um 15 Uhr dar, wenn die Aktiven auf die Legenden der Spielvereinigung Wehr treffen.
Informationen im Internet:www.spvggwehr.deSigrid Schneider

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