Der Abwassersammler im Bereich der Kleingartenanlage in der Tiengener Sudetenstraße muss saniert werden. Bei einer routinemäßigen Kontrolle haben Mitarbeiter des städtischen Tiefbauamts in einem Bereich der Kanalisation Schäden auf einer Länge von 800 Metern festgestellt. „Wir haben Wurzeln gefunden, die Risse verursachen. Dadurch kommt es zum Wassereintritt“, erklärte Naiara Belucci, Mitarbeiterin des Tiefbauamts, in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses.

Das Gremium gab einstimmig grünes Licht für die Sanierung des Abwassersammlers und beauftragte die Firma LineTec Umwelttechnik aus Walddorfhäslach bei Reutlingen mit den erforderlichen Arbeiten. Das Unternehmen ist eine von acht Fachfirmen, die nach der Ausschreibung der Stadtverwaltung ein Angebot abgegeben hatten. Die Auftragssumme beträgt rund 313.000 Euro.

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Naiara Belucci zeigte den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses ein Schaubild von dem sanierungsbedürftigen Bereich der Kanalisation in der Tiengener Südstadt. Bei starkem Niederschlag sorge der starke Wurzeleinwuchs im Abwassersammler für Rückstau des Wassers. Die Sanierung soll mit dem sogenannten Schlauchlining-Verfahren erfolgen.

Das bedeutet, dass die Wurzeln aus dem Abwasserrohr herausgefräst und die Schadstellen, durch die das Grundwasser in den Kanal fließt, anschließend behoben werden. Während der Sanierung wird das Abwasser im Bereich der Kleingartenanlage mithilfe zweier Pumpen umgeleitet.

CDU-Stadtrat Armin Arzner erkundigte sich, wie viel Querschnitt im Abwassersammler bei der Sanierung verloren gehe. Viel sei es nicht, sagte daraufhin Naiara Belucci und betonte: „Der Durchfluss wird nicht beeinträchtigt.“ Kai-Uwe Zeitz, Stadtrat der Freien Wähler, wollte wissen, ob die Kanalisation in der Stadt auch in anderen Bereichen sanierungsbedürftig sei: „Kommt da noch mehr?“ Die Mitarbeiterin des Tiefbauamts bejahte dies und erklärte: „Die restlichen Maßnahmen werden zusammen ausgeschrieben.“

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