Auf dem Bolzplatz in der Waldshuter Bergstadt hatte Oberbürgermeister Philipp Frank quasi Heimspiel: Er ist selbst Bergstadt-Bewohner und die Anliegen der rund zehn Anwohner, die zu dem Bürgergespräch im Rahmen seiner Sommertour erschienen waren, kennt er aus der Nachbarschaft.

Er hatte den Bolzplatz an diesem heißen Nachmittag nicht nur aufgrund des angrenzenden schattigen Waldes als Treffpunkt gewählt. Anhand des nahen Jugendraums konnte nämlich die städtische Jugendreferats-Leiterin Silke Padova das große Engagement der Aarberg-Jugendlichen betonen, das nur durch die Pandemie gebremst werden konnte.

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Als drängendste Thematik kristallisierte sich dennoch schnell der Breitbandausbau heraus. „Ich bin selbst von dem regelmäßig ausfallenden Betrieb betroffen“, sagte Frank. Die Netzabdeckung auf dem Aarberg sei noch ausbaufähig, weshalb das Wohngebiet für die Stadtwerke Waldshut-Tiengen großes Entwicklungspotenzial bietet – diese wollen sich schließlich seit 2017 auch als Internet-Dienstleister beweisen.

Glasfaser bis in den Keller

Stadtwerke-Leiter Siegfried Pflüger warb für das Glasfaser-Angebot der Stadtwerke Waldshut-Tiengen. „Wir reißen die Straße auf und verlegen Glasfaser-Kabel bis in den Keller“, erklärte er. Fragen gab es von seiner Seite aus viele zu beantworten, das Angebot traf auf reges Interesse – das ist auch wichtig, denn die Stadtwerke können das Projekt „Glasfaser auf dem Aarberg“ erst umsetzen, wenn bis Ende Oktober 450 Verträge unterschrieben sind.

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„Bisher fehlte einfach eine Informations-Veranstaltung, die Leute hier kennen das Angebot noch nicht oder denken, es sei teurer als von den herkömmlichen Anbietern“, sagte ein Zuhörer. Tatsächlich würden in der Installationszeit einmalige Mehrkosten entstehen, gestand Pflüger. „Doch ein Glasfaser-Anschluss wertet eine Immobilie massiv aus, das rechnet sich schnell wieder. Zudem ist die Leistungsfähigkeit unseres Netzes enorm. Ausfälle gab es bisher keine.“ Er stellte zudem eine Informationsveranstaltung am kommenden Samstag, 21. August, in Aussicht.

Löcher in der Straße

Doch nicht nur die Löcher im Netz müssen aus Sicht der Bewohner gestopft werden. Auch bei den beiden Erschließungsstraßen sahen die Anwesenden baldigen Sanierungsbedarf. Die Kalvarienbergstraße wurde als steinschlag-gefährdet beschrieben, die Eichholzstraße habe hingegen regelrechte Löcher, die beim Ausweichen von entgegenkommenden Autos entstanden seien. Die Straßensanierung werde wohl eines der größeren Projekte der nächsten Zeit, sagte der Oberbürgermeister.

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