Bewohner des Waldshuter Quartiers im Ziegelfeld und der angrenzenden Schwarzwaldstraße finden sich in diesem Sommer wahlweise auf einer Baustelle oder einer Autobahn wieder. Nachdem vor wenigen Wochen die Gehwege aufgerissen wurden, um Glasfaser-Netze zu verlegen, folgt nun der Durchgangsverkehr. In der Gurtweiler Straße werden noch den ganzen August über Rohre verlegt, weshalb der komplette Verkehr auf den Aarberg nun mitten durch das Wohnquartier führt.

Dafür wurde sogar das Einbahnstraßenregime aufgehoben. Auf den Seitenstreifen, auf denen sich sonst Anwohner um Parkflächen streiten und Fahrschüler seitwärts Einparken üben, versuchen nun also Busse und Lastwagen, sich möglichst problemlos aneinander vorbeizuschieben. Für manch umgeleiteten Lenker scheint zudem die Verkehrsbegrenzung aufgehoben. In der 30er-Zone kommt man sich nun manchmal ein bisschen wie bei einem Tuning-Treffen vor. Prompt wurde auch schon eine Geschwindigkeits-Anzeige aufgestellt.

Für langjährige Bewohner werden Erinnerungen wach, als 2007 die Robert-Gerwig-Straße an die Stelle des alten Güterbahnhofs gebaut wurde. Während der Bauzeit führte der einzige Weg der Busse zum Betriebshof durchs Ziegelfeld. Als die Busse wieder aus dem Viertel verbannt wurden, hieß es im Alb Bote: „In das Waldshuter Wohngebiet Ziegelfeld ist wieder mehr Ruhe eingekehrt.“ Hoffen wir, dass ich Ende August an dieser Stelle ähnliches zu berichten weiß.

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