Hohen Besuch hatte kürzlich der Caritasverband Hochrhein: Stephan Burger, Erzbischof von Freiburg, und Birgit Schaer, Diözesan-Caritasdirektorin, informierten sich in Waldshut über die Arbeit und Angebote des Caritasverbandes Hochrhein im Bereich Migration. Sie besichtigten in diesem Zusammenhang das nunmehr neunte Sommer-Sprachcamp des Caritasverbandes Hochrhein in Räumen des Hochrhein Gymnasiums.

In dem Camp erhalten Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in den Sommerferien vier Wochen lang kostenlos Deutschunterricht. 37 Kinder, mehr als jemals zuvor und unter ihnen auch einige aus der Ukraine, besuchen aktuell das Camp. Unterrichtet werden sie von Freiwilligen.

Besuch im Sommer-Sprachcamp der Caritas auf dem Gelände des Hochrhein-Gymnasiums Waldshut: Martin Riegraf (links, Vorstandsvorsitzender ...
Besuch im Sommer-Sprachcamp der Caritas auf dem Gelände des Hochrhein-Gymnasiums Waldshut: Martin Riegraf (links, Vorstandsvorsitzender Caritasverband Hochrhein), Diözesan-Caritasdirektorin Birgit Schaer und Erzbischof Stephan Burger mit Schülern des Camps. | Bild: Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg/Thomas Maier

Auf Antrag erhielt der Caritasverband Hochrhein für das Sprachcamp Unterstützung vom Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg. Über den dortigen Flüchtlingsfond werden nach Aussage der Diözesan-Caritasdirektorin Schaer, verschiedene Bereiche und Initiativen unterstützt, wie in vielen Caritas-Ortsverbänden die „Werkstatt Integration“ und zusätzlich in Waldshut, das Sommer-Sprachcamp.

Das Deutsch-Projekt ist laut Schaer in Freiburg so gut aufgenommen worden, dass extra die Fahrt nach Waldshut unternommen wurde. „Es ist mir wichtig, konkrete Projektarbeit vor Ort zu sehen und das dahinter stehende Engagement von Menschen, für das ich sehr dankbar bin“, sagte Erzbischof Stephan Burger.

Lob für Herzblut und Einsatz

Viel Herzblut und Einsatz hat der Erzbischof nach eigenen Worten bei seinem Besuch in Waldshut gesehen. Dies von professionellen Kräften und Ehrenamtlichen. Er betonte, dass Kirche und Caritas untrennbar miteinander verbunden sind und das christliche Fundament bilden, auf dem Haupt-und Ehrenamtliche gemeinsam Dienst am Menschen leisten.

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Mit Projekten wie dem Sommer-Sprachcamp würde sich Kirche von einer anderen Seite zeigen, könnte Kirche anders erlebt werden. Allgemein wurde betont, dass im Caritas-Fachbereich Migration die Herausforderungen und Themen mit Blick auf die jüngste Flüchtlingswelle aus der Ukraine, noch größer geworden sind. Die Erzdiözese habe laut Burger reagiert und zusätzliche Gelder für die Ukraine-Hilfe zur Verfügung gestellt.

Martin Riegraf, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Hochrhein, drückte seine Freude über den Besuch aus Freiburg aus und bedankte sich ausdrücklich beim Erzbischof: „Es ist für uns eine große Anerkennung und Wertschätzung unserer Arbeit, dass sie extra nach Waldshut gefahren sind, um sich mit dem Sprachcamp eines unserer Projekte anzuschauen.“

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Mit einem Augenzwinkern überreichte er der „erzbischöflichen Delegation“ aus Freiburg kleine rote „Flitzer“, die in echt als Einsatzfahrzeuge des Caritasverbandes Hochrhein tagtäglich in deren Einsatzgebiet unterwegs sind.