Mehr Elektromobilität hat sich die Stadt Waldshut-Tiengen zum Ziel gesetzt. Nach einem Gemeinderatsbeschluss vom Mitte November 2021 sollen Fahrzeuge aus dem städtischen Fuhrpark bei nötigem Austausch möglichst durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Nicht nur wirtschaftliche, sondern auch ökologische Gesichtspunkte sollen zum Tragen kommen. Weiterhin im Blick hat Waldshut-Tiengen die öffentliche Ladeinfrastruktur.

Für zukunftsweisende Antworten zu beiden Themen hatte die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Waldshut-Tiengen im Juni 2022 das Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen Badenova mit einem Elektromobilitätskonzept beauftragt. „Es braucht Anleitung und Beratung für ein durchdachtes Konzept“, begründet Oberbürgermeister Philipp Frank diesen Schritt. „Wo stehen wir, wo geht die Reise hin, es geht um die strategische Ausrichtung“, umriss der stellvertretende Hauptamtsleiter Norbert Bodmer das Ziel.

Caroline Pollmann (Projektleiterin) und Robin Steudten sind bei der Badenova für die Erarbeitung des Konzepts zuständig und aktuell mit der Bestandsanalyse beschäftigt. „Wann macht ein Austausch alter Fahrzeuge Sinn, welche E-Fahrzeuge sind auf dem Markt, die sie ersetzen könnten“, nannte Pollmann die für ihn zielführenden Fragen, die ein Konzept beantworten muss.

Vor allem bei Personenkraftwagen sehen die Projektpartner gute Möglichkeiten für den Umstieg auf elektrische Antriebe. Bei den öffentlichen Lademöglichkeiten – rund 15 gibt es in Waldshut-Tiengen – soll das Konzept ebenfalls fundierte Erkenntnisse liefern; beispielsweise, was die Bedarfsentwicklung und mögliche neue Ladestandorte betrifft. Das hiesige Gewerbe soll einbezogen werden, damit über die Stadt hinaus, weitere Akteure informiert und gewonnen werden können. Hier geht es beispielsweise um Lademöglichkeiten auf Kundenparkplätzen oder für Mitarbeiter.

So geht es weiter

Für Frühling 2023 ist eine Info-Veranstaltung für das lokale Gewerbe geplant. Das kommende Elektromobilitätskonzept soll laut Stadtverwaltung Handlungsleitfaden für Maßnahmen in den nächsten Jahren sein, unzusammenhängende Einzelmaßnahmen sollen vermieden werden. Es kostet knapp 46.000 Euro.

Nur gut 9000 Euro muss die Stadt bezahlen, der große Rest ist durch bereits bewilligte Fördermittel des Bundes abgedeckt. Oberbürgermeister Philipp Frank sieht Waldshut-Tiengen bei der Elektromobilität und dem damit verbunden Thema Klima, auf einem guten Weg. Er verweist auf die Verpflichtung der Stadt, 2040 klimaneutral zu sein und die Einstellung von Klimaschutzmanager Nicolai Müller.

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