Ungewöhnliche Blüten treibt die Corona-Krise auch in der Pfarrei Waldkirch: Bei grauem Himmel, einsetzender Dämmerung und frostigen Temperaturen hatte die Pfarrei zu einer Open-Air-Familienandacht auf dem großen Platz vor dem Pfarrheim eingeladen. Gut beraten waren die rund hundert Besucher, wenn sie sich warm angezogen hatten. Trotzdem hatte die Feier ihre schönen Seiten: Die Kinder durften ihre Laternen oder auch Fackeln mitbringen und mitten auf dem Platz brannte ein kleines Feuer, um Lichter und Laternen anzünden zu können. Die Familien säumten den Rand des Platzes unter Wahrung der Abstandsregeln. Das Thema der Feier: „Der Weg nach Bethlehem„.

Termine

Visuell im Mittelpunkt standen die aus Holz geschnittenen Figuren von Maria und Josef, die mit ihrem Esel auf dem Weg nach Bethlehem unterwegs waren und eine noch leere Krippe. Mitgestaltet wurde die Feier von Siggi Pfeifer, Vorsitzende des Pfarrgemeindeteams, die mit kindgerechten Texten auf die Advents- und Weihnachtszeit einstimmte. Musikalisch mitgestaltet wurde die Andacht von einem Bläsertrio, den „Felsenbuck Alphornbläsern.“ Auch ein Lied wurde angestimmt: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“. Für alle Kinder gab es am Ende der Feier ein „Advent in der Tüte“ mit Ideen für die Adventszeit.

Das könnte Sie auch interessieren

„Wir werfen schon heute einen Blick voraus auf die noch leere Krippe“, kündigte Pater Hermann-Josef Zoche an. Die Krippe bleibe, so erklärte er, bis Weihnachten im Eingangsbereich des Pfarrheimes aufgebaut mit einer wachsenden Anzahl von Figuren.

Adventsfeier als Open-Air in Waldkirch: Die Familien säumten in kleinen Gruppen, unter Wahrung der Abstandregeln, den Rand des Platzes.
Adventsfeier als Open-Air in Waldkirch: Die Familien säumten in kleinen Gruppen, unter Wahrung der Abstandregeln, den Rand des Platzes.

Auch an jeden der folgenden Sonntage werde an der „wachsenden Krippe“ ein „Advent in der Tüte“ bereitstehen mit weiteren Anregungen für eine Adventsfeier in der Familie. Und wie geht es weiter? Am Heiligabend, 16.30 Uhr, findet auf dem gleichen Platz eine „Waldweihnacht„ statt, wobei die Kinder wieder ihre Laternen mitbringen dürfen.

Das könnte Sie auch interessieren

Musikalisch wird die Feier mitgestaltet von einer Bläsergruppe. Dann, zum Abschluss des weihnachtlichen Festkreises, am Dreikönigstag, wird sich die Gemeinde nochmals auf dem Platz versammeln, um die „Erscheinung des Herrn“ zu feiern. „Alles ist in diesem Jahr anders“, so hatte sich im Vorfeld Pater Zoche geäußert. „Wir können die Feiertage nicht nach den gewohnten Mustern feiern“, sagte er. „Aber wir haben uns Mühe gegeben, die Angebote im Rahmen des Möglichen so zu staffeln, dass trotz der Einschränkungen möglichst viele Menschen die Gelegenheit haben, an den Gottesdiensten teilzunehmen.“