Ursula Freudig

Holz ist eine gute Option für das Bauen der Zukunft, auch in der Stadt und auch mehrgeschossig – davon ist Herbert Duttlinger, einer der Geschäftsführer von Holzbau Bruno Kaiser in Bernau, überzeugt. „Holzbau ist ein Riesenhebel für CO2-Einsparungen, Technik und Wertstoffe sind da, wir müssen es nur machen“, sagt er.

Die Partner

Holzbau Kaiser ist Generalunternehmer für ein Bauprojekt der Freiburger Genossenschaft Oekogeno GLH (Gemeinschaftliches Leben am Hochrhein), die erstmals im Landkreis Waldshut ein Projekt umsetzt. Im Tiengener Süden erstellt Oekogeno unter dem Namen „Am Kaltenbach“ ein komplettes Wohnquartier, zu dem vier fünfgeschossige Wohnblöcke gehören, die komplett aus Holz sind.

Der Fortschritt

Zwei der Holzgebäude stehen schon. Für den Bau eines Geschosses wird nach Aussage von Bauleiter Stefan Dörflinger rund eine Woche gebraucht. Gebaut wird mit vorgefertigten Wänden, die schwerste wog bislang laut Dörflinger knapp drei Tonnen.

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Die parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) und die Landtagsabgeordnete (SPD) und Oekogeno- Aufsichtsratvorsitzende Gabi Rolland besuchten kürzlich Holzbau Kaiser und die Baustelle in Tiengen. „Es ist nachhaltiges, vorbildliches Bauen und tut viel für den Klimaschutz“, würdigte Rita Schwarzelühr-Sutter das Bauprojekt. Aufgrund hoher Exportquoten ist derzeit Holz in Deutschland knapp. Ein Engpass beim Bau der noch ausstehenden zwei Gebäude ist nach Aussage von Herbert Duttlinger aber nicht zu befürchten.

Das Projekt

Zum entstehenden Quartier gehören neben den vier Holz-Wohnblöcken noch Grundstücke für zwölf Einfamilienhäuser. Mehr als 70 Wohneinheiten entstehen damit. Die Wohnungen werden zum Teil von Oekogeno verkauft, zum Teil sind sie genossenschaftlich organisierte Mietwohnungen. „Nicht von der Stange“, nennt Oekogeno-Projektleiter Philipp Weber das Holzbau-Wohnprojekt „Am Kaltenbach.“