Der Massenandrang von Einkaufstouristen aus der Schweiz, der nach den Lockerungen der Corona-Verordnung auch in Waldshuter Supermärkten wieder eingesetzt hat, sollte nicht fehlinterpretiert werden. Genug Lebensmittel gibt es auch im Nachbarland, sie sind dort einfach nur teurer, und es kann keine Mehrwertsteuer abgezogen werden. Und wer sich als Deutscher den kleinen Luxus gönnt, einmal auf der anderen Seite des Rheins einzukaufen, kann feststellen: Bezüglich Qualität können die dort zu findenden Produkte mit dem hiesigen Angebot locker mithalten.

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Oft zeigt sich ja übrigens bei den vermeintlich einfachen Dingen, mit wieviel Kompetenz und Leidenschaft der Erzeuger zu Werke gegangen ist. Insofern klingt die Präsentation vielversprechend, die für diesen Mittwoch in der schweizerischen Bäderstadt unweit der Grenze angekündigt ist: Das „neue Zurzacher Brot und die neue Zurzacher Wurst“ sollen bei einem Medientermin vorgestellt werden. Weil vorab weder Kostproben noch Rezepturangaben verschickt wurden, kann man nur gespannt sein, welche Leckereien sich hinter dem Projekt verbergen, an dem zwei Bäckereien und eine Metzgerei beteiligt sind. Schon jetzt jedoch verraten die Initiatoren, dass ihr Vorhaben nicht nur eine kulinarische, sondern auch eine politische Dimension aufweist: „Wir glauben, mit unserem Engagement ein Ausrufezeichen zu setzen. Ein Ausrufezeichen für Regionalität und Solidarität, ein Bekenntnis zur Heimat und zu innovativem Unternehmertum.“ Man könnte auch sagen: Angesichts der anhaltenden Kundenabwanderung über die Grenze geht es beim eidgenössischen Handel schon lange um die Wurst.

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