Deutlich tiefer in die Tasche greifen, müssen Verkehrssünder seit diesem Monat. Mit dem neuen Bußgeldkatalog werden Falschparken und Geschwindigkeitsüberschreitungen durchschnittlich um fast die Hälfte teurer. Jürgen Wiener, stellvertretender Leiter des städtischen Ordnungsamt, weiß, wo die meisten Delikte stattfinden und informiert, wie hoch die Bußgelder nun werden können.

Falschparken wird doppelt so teuer

Bild: Susann Duygu-D'Souza

Die meisten Park-Verstöße hat das städtische Ordnungsamt in diesem Jahr Im Wallgraben in Waldshut registriert. Knapp 2000 wurden allein in diesem Jahr dort beanstandet. Etwa 90 Prozent in dieser Straße macht die Überziehung des Parkscheines beziehungsweise das Nichtlösen eines Parkscheines aus, informiert Jürgen Wiener. Bisher war dies mit mindestens 10 Euro zu sanktionieren. Mit dem neuen Bußgeldkatalog sind es nun mindestens 20 Euro. Die restlichen 10 Prozent der Verstöße teilen sich auf in: Parken im absoluten Haltverbot: bislang 15 Euro, jetzt 25 Euro; Parken auf einem Schwerbehindertenparkplatz: bislang 35 Euro, jetzt 55 Euro; Parken auf einem Gehweg: bislang 20 €Euro, jetzt 55 Euro.

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Dort gibt es die meisten Verstöße in 30er-Zone

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Die meisten Tempo-30-Verstöße gab es in diesem Jahr in Friedrichstraße in Waldshut im Bereich des Schulzentrums. Insgesamt 386 Missachtungen hat es in diesem Jahr dort gegeben. Bisher waren durchschnittlich 15 Euro fällig, mit dem neuen Bußgeldkatalog sind es nun durchschnittlich 30 Euro.

Die meisten Verstöße in 50er-Zonen gibt es hier

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Die meisten Geschwindigkeitsverstöße in einer 50er-Zone wurden in Waldshut-Tiengen in diesem Jahr in der Klettgaustraße in Höhe der Einmündung Wutachstraße registriert. Insgesamt waren es bisher rund 360 Verstöße. Die Kosten für die Überschreitung der Geschwindigkeit lagen bei durchschnittlich 15 Euro. Mit dem neuen Bußgeldkatalog werden es laut Jürgen Wiener durchschnittlich 30 Euro sein.

Das ist neu im Bußgeldkatalog

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Mit der Zunahme an Elektroautos gibt es auch immer mehr Parkplätze mit Ladefunktion. Auch wenn unerlaubtes Parken bei E-Ladestationen erst jetzt in den neuen Bußgeldkatalog aufgenommen wurde, wurde der Verstoß laut Wiener in der Vergangenheit bereits geahndet, da der Parkplatz nur für E-Fahrzeuge freigegeben und dies auch so beschildert war. Fahrzeuge, bei denen es sich nicht um E-Fahrzeuge handelte, wurden daher bei Nutzung dieses Parkplatzes mit 10 Euro verwarnt. Wer sich jetzt unerlaubter Weise auf diesen Platz stellt, muss sogar 55 Euro bezahlen.

Durchfahrt verboten

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In der Tiengener Raiffeisenstraße wurden in diesem Jahr 40 Verstöße gegen das Durchfahrtsverbot (außer Anlieger) registriert. In Waldshut ist es der Frühmessweg, bei dem die meisten Verstöße gegen das Durchfahrtsverbot ermittelt wurden. Hier können Bußgelder bei Missachtung von etwa 55 Euro bei PKW entstehen. Außerdem gibt es auch immer wieder Delikte gegen die Tonnagen-Begrenzung in der Gurtweiler Rathausstraße.