Tiengen plus Pfingsten gleich Pfingstreitturnier. Sportlich gesehen ist dies bereits jahrzehntelang die Formel für eine dreitägige Veranstaltung unter dem Stern des Pferdesports. Dieses Jahr geht sie nicht auf. Das Corona-Virus kam dazwischen. Spring- und Dressurplatz bleiben verwaist und kein Festzelt und keine Zuschauertribünen werden aufgestellt. Zuletzt ist das Turnier vor etwa 20 Jahren wegen einer ansteckenden Pferdekrankheit ausgefallen.

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An die 400 Pferde, rund 200 Reiter und unzählige Pferdesportfreunde tummeln sich normalerweise an Pfingsten auf der Anlage des Reitervereins Tiengen an der Wutach. Bereits vor Weihnachten beginnen immer die ersten Vorbereitungen für das Turnier und die Suche nach Sponsoren, ohne die es nicht geht. Der Ausfall des Pfingstreitturniers ist für den Reiterverein in jeder Hinsicht ein großer Verlust: „Die Absage ist bedrückend, das Turnier ist der Höhepunkt in unserem Vereinsjahr und die ausbleibenden Einnahmen werden uns fehlen“, sagt Vereinsvorsitzende Nicole Huber.

Nicole Huber, Vorsitzende des Reitervereins Tiengen, mit ihrem Pferd Elmo.
Nicole Huber, Vorsitzende des Reitervereins Tiengen, mit ihrem Pferd Elmo. | Bild: Privat

Weitere geplante Investitionen in die Renovierung der Reitanlage sind jetzt nach ihrer Aussage vorläufig nicht möglich. Vielmehr muss der Verein hoffen, dass in nächster Zeit keine größeren, unvermeidbaren Reparaturen notwendig werden. Nicole Huber geht davon aus, dass allgemein der Reitsport die Auswirkungen der Corona-Krise noch lange spüren wird. Unter anderem, weil derzeit nirgendwo Turniere stattfinden und damit die Pferde nicht vorgestellt werden können.

Dennoch ist der Reiterverein Tiengen zuversichtlich, dass 2021 wieder ein erfolgreiches Pfingstreitturnier stattfindet und Besucher wieder großen Sport und die volksfest­artige Stimmung genießen können. „Wir hoffen, dass sich bis dahin die wirtschaftliche Lage mancher Sponsoren und des Pferdsports allgemein erholt hat“, so Nicole Huber. Kleine Lichtblicke gibt es schon jetzt: Das Jugendturnier des Reitervereins im September wird stattfinden, laut Huber aber in anderer Form.

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Und es ist auch wieder mehr Leben auf der Reitanlage an der Wutach: Die Pächter des Reitervereins, die Reitschule der Familie Bauer und die Reiterstube der Familie Niecholat, sind im Zuge der Corona-Lockerungen wieder für Besucher und Gäste da. Allerdings müssen, wie überall, Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt werden.

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