Immer wieder tauchen in Gurtweil Fragen zu einer Bauruine an der Schlüchttalstraße mitten im Ortskern auf. Das lange leerstehende Haus wurde vor Jahren verkauft. Die ersten Umbaumaßnahmen begannen im Jahr 2019. Nach kritischen Fragen und Hinweisen aus der Bevölkerung erhielt die Stadt Waldshut-Tiengen dann Monate später erst den Bauantrag für ein Wohnhaus mit sechs Wohneinheiten vorgelegt.

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Das Vorhaben war schließlich im Januar 2020 Thema in einer Sitzung des Ortschaftsrats, der mit korrigierenden Anmerkungen (Straßenabstand, Stellplatzfrage und weitere Punkte) gegenüber dem Baurechtsamt der Stadt Waldshut-Tiengen Stellung nahm. Danach erfolgten nur schleppend ein Teilabbruch und ein Umbau des früher landwirtschaftlich genutzten Gebäudes. Nachdem im März 2020 wieder Baumaßnahmen begonnen hatten, bewegt sich nun wieder seit Monaten nichts auf der Baustelle.

Kopfschütteln

Das Vorgehen auf dem Areal und dessen Zustand haben im Ortsteil Gurtweil Zweifel an der Professionalität des Projekts aufkommen lassen. Auch bei einer Ortsbegehung mit Oberbürgermeister Philipp Frank haben die Verhältnisse auf dem Grundstück für Stirnrunzeln bei den Beteiligten gesorgt.

Die Rechtslage

Das Baurechtsamt der Stadt hat laut eigener Auskunft den Investor angeschrieben und eine Baustellenabsperrung sowie die Sicherung loser beziehungsweise gefährlicher Bauteile angemahnt. Aber eine Handhabe dafür, den Bauherrn zu einer Baufertigstellung zu zwingen, gibt es laut Auskunft aus dem Rathaus nicht. Wer der Inhaber der Liegenschaft ist, ist im Ortsteil nicht bekannt. Aus Datenschutzgründen kann die Stadt den Namen des Investors als Ansprechpartner für eine Anfrage dieser Zeitung nicht nennen.