Aufgrund der Corona-Pandemie fand die zweite Veranstaltung zu diesem Bauprojekt nicht wie die erste im Februar in großer Runde im evangelischen Gemeindesaal in Tiengen, sondern im Rahmen einer Telefonvideokonferenz statt.

Durch die geplante Verlagerung eines Dachdeckerbetriebs vom jetzigen Standort in der Breitenfelder Straße in ein Gewerbegebiet könne das bisherige Firmengelände künftig für Wohnzwecke genutzt werden, so der Bürgermeister. Auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Gelände sollen 50 Wohneinheiten mit Tiefgaragen entstehen. Der dafür erforderliche Bebauungsplan „Breitenfelder Straße“ befinde sich im Verfahren, informierte Baumert.

Ziel der Veranstaltung sei es gewesen, „dem Informationsbedarf der angrenzenden Nachbarn gerecht zu werden“, wie Joachim Baumert erklärte. Bei der Videokonferenz zeigten Stadtplaner Stefan Läufer aus Freiburg, Architekt Rüdiger Leykum aus Bad Säckingen und Investor Andreas Kohl, der mit dem Dachdeckerbetrieb in ein Gewerbegebiet umsiedelt, den aktuellen Projektstand auf, bevor die Planung voraussichtlich in der kommenden Sitzung dem Gemeinderat vorgelegt wird. Außerdem wurden die Ziele der Stadtverwaltung und die Interessen der Nachbarschaft dargelegt sowie die daraus resultierenden Zielkonflikte aufgezeigt.

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Durch die künftig neue Nutzung des Geländes würden, so die Stadtverwaltung, vorhandene Konflikte im Wohnumfeld minimiert. Gleichzeitig werde Wohnraum durch Nachverdichtung geschaffen. Die Anordnung und Höhen der geplanten Gebäude, Fassaden, Abstände, Freiräume und das Straßenniveau wurden mit Bezug auf die benachbarten Bestandsgebäude vorgestellt.

Stadtplaner Stefan Läufer erläuterte den rechtlichen Rahmen und erklärte den Anliegern, dass die nach Landesbauordnung einzuhaltenden Abstandsflächen zu den Nachbargrundstücksgrenzen eingehalten werden würden und „dass den Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse durch gute Voraussetzungen für die Belichtung, Belüftung und Besonnung entsprochen werde“.

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„Auf die nachbarschaftlichen Belange wurde seitens der Planer so weit als möglich Rücksicht genommen“, betonte Baumert. So seien unter anderem Einfahrten zu den Tiefgaragen in die Gebäude integriert und die Gebäudehöhen reduziert worden. Zudem sei eine sogenannte Abstaffelung der Gebäudehöhen zu den Nachbarn hin erfolgt. Aus Umweltschutzaspekten erhalten die Gebäude eine Holzfassade und die Flachdächer werden zugunsten der Regenrückhaltung, Klimaverbesserung und Ökologie begrünt.

Abschließend dankte Bürgermeister Joachim Baumert allen Beteiligten. Den Informationsabend bezeichnete er rückblickend gegenüber dieser Zeitung als „einen umfassenden, transparenten und sachlichen Austausch“.

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