Der Vereinssport steht aufgrund der Corona-Pandemie still. Da auch die Turnhallen nicht öffnen dürfen, hat der Turnverein Tiengen 1886 einen Bewegungsparcours für Groß und Klein auf den Weg gebracht. Initiatoren sind die Schwestern Kathrin Kaiser und Susan Banholzer, Übungsleiterinnen von zwei Bubengruppen des TV Tiengen. „Wir freuen uns, dass wir das Angebot in Absprache mit dem städtischen Ordnungsamt auf den Weg bringen dürfen“, sagt Melanie Mallinovski, Vorsitzende des TV Tiengen.

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Der Bewegungsparcours kann alleine, zu zweit oder gemeinsam mit der Familie durchlaufen werden. Melanie Mallinovski: „Jeder kann entscheiden, ob die Stationen an einem Tag oder über mehrere Tage verteilt, absolviert werden.“ An acht unterschiedlichen Standorten können die Übungen in Tiengen durchlaufen werden: Bahnhof, am Brünnele, Brunnen Weihergasse, Haus am Vitibuck, Ölmühle, Schlossgarten Schlosstreppe und Storchenturm. An den jeweiligen Standorten hängt dann der Plan mit den Übungen wie Strecksprünge, Balance-Übungen und Intervalltraining. „Mitmachen dürfen natürlich alle, die Lust dazu haben“, sagt die Vorsitzende. „Der Parcours ist nicht nur für unsere Mitglieder, sondern jeder darf unter den Corona-Bestimmungen mitmachen.“ Eine Karte sowie ein genauer Laufplan, auf dem man seine Erfolge eintragen kann, gibt es auf der Homepage des Turnvereins (www.tv-tiengen.de).

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Auf die Idee des Bewegungsparcours sind die beiden Übungsleiterinnen Kathrin Kaiser und Susan Banholzer über ein Seminar gekommen. „Wir freuen uns, dass die beiden Schwestern das schnell und mit viel Einsatz umgesetzt haben“, sagt Mallinovski. „Denn in Zeiten von Corona ist Bewegung natürlich wichtig.“ Parallel zum Bewegungsparcours bieten die Trainer auch Online-Kurse an. „Einige stellen Videos online, andere verschicken sie an die Kursteilnehmer. Das obliegt jedem Trainer selbst.“

Weil der TV Tiengen derzeit keine Unterhaltungskosten sowie auch keine Ausgaben für Trainer hat, steht der Verein finanziell solide da. „Es gibt andere Vereine, die derzeit ums Überleben kämpfen“, weiß Mallinovski. Beraten werden muss allerdings noch, wie es bei den Mitgliedern um die Jahresbeiträge steht.