Waldshut-Tiengen – Nicht ganz nach Plan lief die Hauptversammlung der SPD Tiengen, die im Hotel „Bercher“ stattfand: Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl, es waren zwölf, war die Versammlung nicht beschlussfähig. Daher beschränkte sich der Vorsitzende Dieter Flügel darauf, nur einen Teil der Tagesordnung abzuhandeln und die anstehenden Vorstandwahlen und Ehrungen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Aus diesem Grund wurde auch Rita Schwarzelühr-Sutter wieder „ausgeladen“, die noch mit dem Zug unterwegs war. Bei der Begrüßung sagte der Vorsitzende: „Ich freue mich, dass wir uns nach der langen Corona-Pause endlich wieder treffen können, in der Hoffnung, nun die Pandemie hinter uns zu lassen.“

Jugendliche Verstärkung

Mehr Sorgen bereite inzwischen der Krieg in der Ukraine und der rasante Anstieg der Flüchtlingszahlen. „Ich hoffe, dass es uns gelingt, die Krise zu überwinden und wir wieder in Frieden leben können.“ Er freute sich, drei neue Mitglieder begrüßen zu können, alle im jugendlichen Alter. Gegenwärtig zählt der Ortsverein 36 Mitglieder, zwei mehr als vor Beginn der Pandemie.

In seinem Rückblick erinnerte er an die Bundestagswahl 2021, an die Erfolge der SPD und an den großen Stimmengewinn für Rita Schwarzelühr-Sutter. Angesprochen wurde die Elektrifizierung der Hochrheinbahn, die Umbaumaßnahmen an den Bahnhöfen und ein zweiter Bahnsteig für Tiengen. Einen Lift lehne er jedoch mit Blick auf mögliche Sachbeschädigung ab, so Flügel. Dringend erforderlich sei aber ein Wetterschutz am Tiengener Bahnhof.

Klettgau-Carré als Sorgenkind

Frustrationen löste das Thema Klettgau-Carré aus. Das Projekt laufe bereits seit sieben Jahren und werde seitdem ständig abgespeckt. „Hier kommen wir nicht wirklich vom Fleck, wir machen uns lächerlich“, so Dieter Flügel. „Aber ich stehe zu dieser Stadt und ich möchte, dass wir vorankommen.“ Thema war auch das mangelhafte Angebot an Radwegen. Viele Strecken seien mit Kies belegt und für Rennradler nicht nutzbar, klagte ein Teilnehmer.

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Kritisch sei auch die Situation auf dem Wutachdamm, der von vielen Lauchringer Schülern mit dem Rad als Schulweg genutzt werde. Hier sei eine Beleuchtung absolut notwendig. „Aus Gründen des Klimawandels muss sich in unserem Verkehrsverhalten etwas Grundsätzliches ändern, aber die Bedingungen stimmen noch nicht“, so Dieter Flügel. „Man muss den Leuten Alternativen bieten, wie sie ohne Auto zur Arbeit kommen können.“ Beklagt wurde auch der Mangel an Kinderspielplätzen und Einrichtungen für Jugendliche. Wolfgang Hörr mahnte: „Man muss nicht alles schlecht reden, aber man könnte sicher vieles besser machen.“