Die Linienbusse auf den Waldshuter Aarberg verkehren ab dem nächsten Fahrplanwechsel im Einbahnstraßenprinzip. Bisher verläuft die Route Richtung Bergstadt über die Kalvarienbergstraße, die Tannenstraße und die Bloisstraße wieder zurück über die Kalvarienbergstraße ins Stadtgebiet.

Ab dem 1. Dezember 2021 erfolgt die Streckenführung über die Kalvarienbergstraße, die Tannenstraße, die Bloisstraße, die Eichholzstraße und die Gurtweiler Straße hinunter in die Stadt. Stephanie Meyer vom Hauptamt der Stadtverwaltung stellte die Änderung der Aarberg-Route in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats von Waldshut-Tiengen vor. Das Gremium stimmte der Umsetzung einstimmig zu.

Bild: Schönlein, Ute

Stephanie Meyer erläuterte aus Sicht der Stadtverwaltung die Vorteile der neuen Streckenführung in das mittlerweile größte Wohngebiet Waldshuts mit rund 2500 Bewohnern. „Wir können den Öffentlichen Personennahverkehr attraktiver gestalten“, sagte sie.

Mit der Änderung der Linienführung werde die Möglichkeit geschaffen, in der Eichholzstraße auf Höhe des Wohngebiets Bergstadt 3 vor der Abzweigung zum Robinienweg eine weitere Bushaltestelle einzurichten. Dies bedeute für die Anwohner des nördlichen Wohngebiets wesentlich kürzere Fußwege.

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Darüber hinaus werde die bereits bestehende Haltestelle in der Eichholzstraße auf Höhe der Kindertagesstätte besser angebunden. „Die Haltestelle wird jetzt nur selten angefahren“, erklärte Stephanie Meyer. Bisher halten dort nur Schülerbusse aus und in Richtung Gurtweil.

Auf der Gurtweiler Straße an der Kreuzung zur Eichholzstraße gibt es zwei bestehende Bushaltebuchten, die Stephanie Meyer zufolge bislang nicht angefahren werden können. Diese sollen mit dem Fahrplanwechsel als Haltestelle „Wildgehege“ angebunden werden. Die Stadtverwaltung sieht darin einen Zugewinn sowohl für Bürger als auch für Touristen.

Zusätzlicher Bus fährt samstagnachts

Die Fraktionen im Gemeinderat begrüßten durch die Bank den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs. CDU-Sprecher Philipp Studinger wollte wissen, ob künftig auch der Autoverkehr im Einbahnstraßensystem auf den Aarberg geführt werde, wie es bis vor Kurzem während der Baumaßnahme in der Kalvarienbergstraße der Fall sei. Stephanie Meyer verneinte dies. Die halbseitige Sperrung, die zur Verlegung von Glasfaserkabeln eingerichtet worden war, habe mit den geplanten Verkehrsmaßnahmen nichts zu tun.

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Auf Nachfrage dieser Zeitung teilte Jürgen Wiener, stellvertretender Leiter des städtischen Ordnungsamts, mit, dass die Parkflächen entlang der Kalvarienbergstraße demnächst neu angelegt und als Bewohnerparkplätze ausgewiesen werden, sobald die Baustelle komplett abgeschlossen sei und das Wetter Markierungsarbeiten zulasse. Mit der Neuordnung, die der Gemeinderat vor einem Jahr einstimmig beschlossen hatte, will die Stadtverwaltung die Verkehrssicherheit auf der Zufahrt zur Bergstadt verbessern.

Die Kalvarienbergstraße werde durch den Einbahnstraßen-Busverkehr ab Dezember deutlich entlastet, hieß es in der Sitzung des Gemeinderats. Die Autostellplätze werden künftig nur auf der Straßenseite des Gegenverkehrs angeordnet, sodass kein Ausscheren in Parklücken seitens des Busses mehr notwendig ist. Zusätzlich entstehen laut Jürgen Wiener mehr Parkflächen als ursprünglich geplant.

Der Fahrbahnrand der Eichholzstraße zwischen der Waldshuter Bergstadt und der Gurtweiler Straße bröckelt immer mehr weg. Mehrere Stadträte fordern eine Sanierung.
Der Fahrbahnrand der Eichholzstraße zwischen der Waldshuter Bergstadt und der Gurtweiler Straße bröckelt immer mehr weg. Mehrere Stadträte fordern eine Sanierung. | Bild: Juliane Schlichter

Sowohl die CDU als auch die Freien Wähler forderten in der Sitzung einen raschen Ausbau der Eichholzstraße. Harald Würtenberger, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, bezeichnete den Abschnitt zwischen dem Wohngebiet Bergstadt 3 und der Gurtweiler Straße aufgrund der zunehmend wegbröckelnden Fahrbahnränder als „besseren Feldweg“. Für ihn als Autofahrer sei die Kreuzung zur Gurtweiler Straße „hochgradig gefährlich“, da sie schlecht einsehbar sei. Würtenberger schlug vor, prüfen zu lassen, ob Fördergelder für die Einrichtung eines Kreisverkehrs beantragt werden könnten.

Zur Eichholzstraße sagte Oberbürgermeister Philipp Frank: „Den Ausbau nehmen wir auf die Agenda.“ Stephanie Meyer erklärte, dass die Kreuzung „von Seiten der Busfahrer gut befahrbar ist“, wie sie von Rückmeldungen der Südbadenbus GmbH erfahren habe.

Der Gurtweiler Ortsvorsteher Claudio Helling erkundigte sich, ob die Fahrtrichtung für die Busse auf den Aarberg umgedreht werden könnte. Er äußerte die Sorge, dass der Verkehr von Gurtweil Richtung Waldshut zunimmt. Stephanie Meyer entgegnete, dass eine Linienführung in umgekehrter Richtung eine Versetzung der vorhandenen Bushaltestellen sowie der Wegfall der Haltestelle im Unteren Tal zur Folge hätte.

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