Zu ihrer öffentlichen Verbandsversammlung trafen sich jüngst die Mitglieder des Zweckverbandes Musikschule Südschwarzwald im Sitzungssaal des Landratsamtes Waldshut. Neben haushaltsrechtlichen Beschlüssen standen die Berichte zum laufenden und der Ausblick auf den Musikunterricht im kommenden Schuljahr im Mittelpunkt der Versammlung.

Die Verbandsvorsitzenden, Oberbürgermeister Philipp Frank und Landrat Martin Kistler, lobten das engagierte Kollegium der Musikschule. Mit gemeinsamer Anstrengung sei es gelungen, die Folgen der Corona-Zeit im erträglichen Rahmen zu halten.

Das Schuljahr 2021 sei herausfordernd gewesen, sagte Schulleiter Werner Hilpert in seiner Rückschau. Wegen des zweiten Lockdowns habe der Instrumental- und Gesangsunterricht an der Schule bis nach Pfingsten 2021 nur online erteilt werden können. Zum Ausgleich habe die Musikschule verschiedene Online-Veranstaltungen und Challenges angeboten, um den Schülern Ziele zu bieten, auf die sie hinarbeiten konnten. Erst ab Juni hätten wieder Konzerte und Vorspiele in Präsenz stattfinden können.

Weniger Anmeldungen

Am längsten benachteiligt seien im Lockdown die Jüngsten gewesen. „Wegen des Kohortenzwangs in den Kindergärten, konnte die musikalische Früherziehung bis Oktober nicht wie gewohnt stattfinden“, sagte Hilpert. In der Folge habe es weniger Anmeldungen für die musikalische Früherziehung und weniger Neuanmeldungen von Schulanfängern für den Instrumentalunterricht gegeben. Die Schülerzahlen im Landesförderprogramm Singen-Bewegen-Sprechen, das auch im Kindergarten durchgeführt wird, halbierte sich in der Corona-Zeit, ebenso die Schülerzahlen der Bläserklassen. Durch eine gute Informationspolitik zwischen Eltern, Kollegium und Schulleitung sei es gelungen, trotzdem positiv mit der Krise umzugehen. „Durch Kurzarbeit und andere Maßnahmen konnten wir, im Gegensatz zu anderen Musikschulen, das Personal im Wesentlichen behalten“, sagte der Schulleiter. Für die Unterstützung dankte er der Verbandsspitze, seinem engagierten Kollegium, dem Vertreter des Personalrates Frank Pohl und dem Verbandsdirigenten des Blasmusikver-bandes Hochrhein, Christian Steinlein. „Wir sind zuversichtlich, dass mit einer Normalisierung der Corona-Situation auch die gewohnte Auslastung in allen Bereichen des Angebotes wiederkommen werde“, so Hilpert.

Das könnte Sie auch interessieren