Die Seligsprechung von Pater Jordan, dem aus Gurtweil stammenden Ordensgründer der Salvatorianer, stand während einer Gedenkmesse im Mittelpunkt. Die beiden Salvatorianerpadres Peter Daubner und Bernhard Fuhrmann zelebrierten den Gottesdienst, der von Mitgliedern des Kirchenchores festlich ausgestaltet wurde. In der Predigt erinnerte der SDS-Pater Peter an die bevorstehende Seligsprechung und stellte seinen Gedanken die rhetorische Frage voran: „Was kommt nach der Selig-sprechung?“ Und er sagte: „Einen Seligen unter uns zu haben, ist die eine Sache. Eine andere ist, sie fordert heraus.“

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Der Seligsprechungsprozess ist inzwischen abgeschlossen und eine theologische Kommission in Rom hat das Wunder auf die Fürsprache von Pater Jordan angenommen. Das medizinische Wunder besteht in einer wissenschaftlichen Unerklärlichkeit der gesunden Geburt eines von Medizinern als massiv missgebildeten Embryos. Die Eltern hatten mit einer salvatorianischen Laiengruppe täglich auf die Fürsprache von Pater Jordan gebetet. Am 8. September 2015, dem Todestag von Pater Jordan, wurde das Lívia Maria Cordoso Silva vollkommen gesund geboren. Bereits 2011 wurde das Leben und die tugendhafte Lebensführung von Pater Jordan durch die Kirche als „heroisch“ erklärt, das heißt voll und ganz im Sinne des Evangeliums.

Viele Spuren in Gurtweil

Am Ende seiner Predigt sagte Pater Peter: „Gurtweil hat das Privileg, dass Johann Baptist Jordan hier viele Spuren hinterlassen hat, denen es sich lohnt, meditativ nachzugehen und damit die Persönlichkeit von Pater Jordan lebendig erhalten zu lassen.“

Die Feierlichkeiten für die Seligsprechung werden voraussichtlich dann erfolgen, sobald die coronabedingten Einschränkungen aufgehoben worden sind.