Seit knapp einem Jahr gibt es die Möglichkeit in Waldshut-Tiengen, Parkscheine per Smartphone zu lösen. Statt umständlich im Geldbeutel nach Münzen zu kramen und den Automaten damit zu füttern, kann der Benutzer der Anbieter-App Parkster das Parkticket digital anfordern und per Überweisung bezahlen.

Wer das Angebot noch nicht kennt, dem wird empfohlen, nach den Schildern mit der Aufschrift „Parkster“ im Stadtgebiet Ausschau zu halten. Die grün-weißen Tafeln stehen überall dort, wo es in der Doppelstadt gebührenpflichtige Parkplätze gibt. Und manchmal sogar dort, wo man sie gar nicht erwartet.

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So befand sich beispielsweise bis vor Kurzem ein Parkster-Schild im Gebüsch zwischen der Bundesstraße 34 und dem Rhein unterhalb des Waldshuter Landratsamtes. Zwar ist die Parkplatznot in Waldshut bisweilen groß, doch ist es eher unwahrscheinlich, dass am Ochsenbuckel zwischen Buchenstämmen, Haselnusssträuchern und Efeuranken zusätzliche Autostellflächen eingerichtet werden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass das Schild als Folge eines Aktes von Zerstörungswut im Buschwerk gelandet war.

Inzwischen ist die Tafel von dort verschwunden. Höchstwahrscheinlich befindet sie sich wieder an ihrem Ursprungsort. Denkbar ist aber auch, dass die Tafel in einem bekannten Kleinanzeigenportal angeboten wird.

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein solcher Gegenstand im Internet zum Verkauf steht, wie ein aktuelles Inserat eines Anbieters aus Waldshut-Tiengen zeigt. Offenbar gibt es Menschen, die sich lieber einen Schilderwald als Fotos ihrer Lieben ins Wohnzimmer hängen.

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