Vor 25 Jahren

Kreis Waldshut – 16 Bauernhöfe im Kreis Waldshut firmierten im September 1996 unter dem Label „Bioland“, berichtete der Alb-Bote über das 25-jährige Bestehen des Verbands. Landesweit waren es im Herbst vor 25 Jahren 600 und bundesweit über 2600 Betriebe, die sich dem ökologischen Landbau verschrieben hatten. Und „Bioland“ war weiter auf dem Vormarsch, denn allein im Kreis Waldshut standen drei weitere Interessenten parat, die sich mit ihrem Betrieb der Bioland-Familie anschließen wollten. Die Biolandbetriebe aus dem Kreis hatten jetzt zu einem Infotag auf die Küssaburg eingeladen und feierten gleichzeitig das 25-jährige Bestehen. Trotz regnerischen Wetters kamen Hunderte von Besuchern und ließen sich von den einzelnen Betrieben deren Bewirtschaftungsweise und Produkte erläutern, die von Getreide bis zu Gemüse, von Fleisch und Wurst bis zu Milch und Eiern reichen. Unter den Besuchern war auch Bioland-Landesvorsitzender Christoph Ziechaus-Hartels. Mit dem Satz: „Natürlich die Zukunft gestalten“ prägte er den Slogan zum 25-jährigen Jubiläum.

Grafenhausen – Ausströmendes Propangas, das sich am Zündfunken des Kühlschranks entzündete, war nach Feststellung des Polizeiexperten die Ursache für die Explosion auf dem Campingplatz bei Grafenhausen-Brün-lisbach, durch die am 10. September 1996 ein Wohnwagen zertrümmert wurde. Der 43-jährige Bewohner des Wagens gab zu, das Gas in den Wagen geleitet zu haben. Er habe sich das Leben nehmen wollen, so der Camper, der im Gegensatz zu dem Wohnwagen die Explosion ohne eine Schramme überlebte. Der Wohnwagen gehörte seiner Ex-Frau, von der er seit einem Jahr geschieden war. Nun hatte sie den Wohnwagen an ihren neuen Lebenspartner verkauft, der den Ex-Gatten ultimativ zum Auszug aus dem Wohnwagen aufforderte. In dieser Lage entschloss sich der 43-Jährige zur Selbsttötung und durchschnitt den Gasschlauch. Nach zwei Stunden explodierte das Gasgemisch. Es blieb rätselhaft, dass der Mann den Crash, bei dem die Wohnwagentrümmer bis zu 20 Meter weit flogen, unverletzt überstanden hatte.

Vor 50 Jahren

Lauchringen – Bei der Bürgermeisterwahl der neugebildeten Gemeinde Lauchringen setzte sich im September 1971 erwartungsgemäß der seit 1960 als Bürgermeister von Oberlauchringen amtierende und gegenwärtige Amtsverweser Bertold Schmidt durch. Auf ihn entfielen 1616 Stimmen (61,7Prozent). Sein stärkster Konkurrent, der Karlsruher Inspektor Fritz Dürrschnabel, erreichte 904 Stimmen (34,5 Prozent). Der dritte Bewerber, Zollamtmann Erich Bucherer, erhielt 76 Stimmen (2,8 Prozent). Schmidt amtierte weitere Amtsperioden als Bürgermeister von Lauchringen und trat 2002 in den Ruhestand. Er starb im Februar 2016 mit 81 Jahren.

Vor 70 Jahren

Kreis Waldshut – Im kleinen Grenzverkehr mit der Schweiz galten ab 1. September 1951 neue Freimengen. berichtete der Alb-Bote über die Lockerung bisher strengerer Bestimmungen. Bewohner des deutschen Zollgrenzbezirks konnten einmal wöchentlich Tabakerzeugnisse in Mengen bis zu fünf Zigarren oder zehn Stumpen oder zwanzig Zigaretten oder vierzig Gramm Tabak einführen. Fünfmal im Monat konnten Kaffee in Mengen von weniger als zwanzig Gramm eingeführt werden.

Vor 100 Jahren

Waldshut – „Die Sonntag ins „Lamm“ einberufene Versammlung der Schreinermeister“, so der Alb-Bote vom 6. September 1921, „wies trotz des Feuerwehrfestes einen sehr starken Besuch auf. Aus allen Teilen des Bezirks waren die Kollegen zum Austausch neuester Erfahrungen herbeigeeilt. Der zweite Vorsitzende des Vereinigung, Schreinermeister Rogg aus Birndorf, eröffnete die Versammlung und informierte die Kollegen über Ergebnisse des Verbandstags in Singen. Mit der Aussprache über wichtige Tagesfragen endete die Versammlung.