„Das ist ein neuer Rekord“, erklärt Klaus Teufel im Gespräch mit dieser Zeitung. Davon seien rund 2500 Wahlunterlagen online angefordert worden – entweder mittels QR-Code, der auf der Wahlbenachrichtigung abgedruckt worden war, oder über den Link auf der Webseite der Stadt. Bei der Landtagswahl im März dieses Jahres hatten rund 4000 Einwohner per Briefwahl abgestimmt. Aufgrund des großen Aufkommens hat die Stadtverwaltung einen zusätzlichen Briefwahlvorstand gebildet. „Damit es nicht so viele Briefe pro Wahlvorstand sind. Die Obergrenze liegt jeweils bei 800 Briefen“, fügt Klaus Teufel erklärend hinzu.

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Insgesamt sieben Briefwahlvorstände gibt es bei der Abstimmung diesen Sonntag. Fünf sind in der Stadthalle Waldshut untergebracht, und jeweils einer befindet sich im Ordnungsamt und im Rathaus Waldshut. Ausgezählt werden die Briefwahlstimmen erst am Sonntagabend ab 18 Uhr – genau wie alle anderen Stimmen, die zuvor in den 18 Wahllokalen abgegeben wurden. Lediglich die äußeren Umschläge werden bereits am Nachmittag geöffnet und die Wahlscheine kontrolliert.

16.142 Bürgerinnen und Bürger der Großen Kreisstadt Waldshut-Tiengen sind für die Bundestagswahl stimmberechtigt. Es handelt sich um die zweite Abstimmung unter Corona-Bedingungen. „Es gelten die gleichen Hygienevorschriften wie bei der Landtagswahl im März“, sagt Klaus Teufel über die Regeln in den jeweiligen Wahllokalen. Eine Testpflicht bestehe nicht. Wer am Sonntag an der Urne wählt, ist aufgefordert, die Abstandsregeln einzuhalten und eine FFP2- oder eine medizinische Maske zu tragen. „Die Kugelschreiber werden von uns nach jeder Benutzung desinfiziert“, versichert Teufel.

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Rund 160 Wahlhelfer sind am Sonntag entweder in den verschiedenen Stimmbezirken oder in den Briefwahlvorständen im Einsatz. Wahllokale gibt es außer in den Kernstädten von Waldshut und Tiengen in den Ortsteilen Detzeln, Gurtweil, Waldkirch, Aichen, Indlekofen und Eschbach. Bewohner von Schmitzingen und Gaiß wählen in Waldkirch. Für Bürger aus Breitenfeld und Krenkingen steht die Urne zur Stimmabgabe in Detzeln.

Auf eine Uhrzeit, wann mit dem Wahlergebnis der Stadt Waldshut-Tiengen, am Sonntagabend zu rechnen ist, will Klaus Teufel sich im Vorfeld nicht festlegen. „Das ist sehr schwierig zu sagen wegen des hohen Briefwahlanteils speziell bei dieser Wahl“, erklärt der routinierte Wahlorganisator. Bei der Bundestagswahl 2017 holte die CDU 38,5 Prozent der Erststimmen (38,1 Prozent Zweitstimmen), gefolgt von der SPD (29,9/16,7), der AfD (10,2/11,3), den Grünen (8,4/12,6), der FDP (6,2/11,4) und der Linken (4,8/5,9).

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