„Ich werde auf jeden Fall Berufung einlegen, wenn ich bezahlen muss“: Das sagte der Beklagte am Ende der Gerichtsverhandlung am Amtsgericht Waldshut. Das Urteil steht noch aus, es soll im August verkündet werden.

Um was geht es?

Der Beklagte befindet sich in einem Rechtsstreit mit seinem Gasversorger, den er inzwischen gewechselt hat. Er soll von November 2020 bis März 2021 24.800 Kilowattstunden verbraucht haben. Das bezweifelt der Beklagte aber: „So viel verbraucht niemand“, wiederholte er immer wieder in der Verhandlung. Er vermute, dass mit dem Zähler etwas nicht stimme, erklärte er vor Gericht.

Er soll dem ehemaligen Gasversorger noch 1016 Euro nachzahlen, „was ich nicht machen werde“, so der Mann. Er habe schon Abschlagszahlungen in Höhe von 935 Euro getätigt. Zum Zeitpunkt der Abrechnung hätten die beiden Wohnungen leer gestanden. „Wir hatten renoviert und nur geheizt, um einen Rohrbruch zu verhindern“, räumte der Beklagte ein.

Was sagt der Gasversorger?

„Die Zählerstände sind so, Sie haben einfach mehr Gas gebraucht“, hielt ihm die Vorsitzende Richterin Natalia Hantel vor. Die Zählerstände seien geschätzt worden, das könne nicht sein, beharrte der Beklagte. Rechtsanwältin Staiger, die den Gasversorger vertrat, bestritt dies, der Gasversorger habe die Zählerstände immer wieder abgelesen. „Rechnerisch passt das alles“, erklärte sie.

Eine gütliche Einigung war nicht erreicht worden, eine eventuelle Ratenzahlung hatte die der Gasversorger abgelehnt. Ein Urteil soll im August gefällt werden.

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