Der Juniata College Konzertchor aus Pennsylvania/USA gastierte in der Stadthalle in Waldshut. Der Chor setzt sich aus circa 40 Studenten zusammen. Ihre Tourneen haben sie neben Deutschland unter anderem nach Vietnam, Australien, Italien, Schweiz, Costa Rica und Marokko geführt, wo sie meist in Kathedralen sangen. Ihr breit gefächertes Repertoire reicht vom 16. bis zum 20. Jahrhundert.

Mit nicht endend wollendem Applaus bedachten die Zuhörer den Auftritt des Juniata College Konzertchors. Der Applaus war voll und ganz verdient, denn es war ein Konzert der Extraklasse. Glockenhelle, reine Stimmen, die jeden Ton trafen, erfüllten die Stadthalle und verschmolzen zu einem einzigen Klang, der das Publikum in null Komma nichts verzauberte, in seinen Bann zog und ehrfürchtig zuhören ließ.

Jede einzelne Stimme hatte ihren Platz im Ganzen des Chors, was im Ensemble sehr reizvoll und harmonisch klang. Stundenlang hätte man dem Chor zuhören können. Immer wieder kam aus den Reihen der Zuhörer ein Raunen: „Schöne Stimmen, das ist der Hammer.“

Auch Reiseleiter Elmar Wild, der die Sänger auf der Tournee begleitete, gestand: „Ich habe mich in den Chor verliebt.“ Die gutgelaunten Studenten hatten keinerlei Berührungsängste, mischten sich am Ende des einstündigen Konzerts unter die Zuhörer, bedankten sich für das Kommen (“Thank you for coming.“) und beantworteten bereitwillig die Fragen der Zuhörer. Bereits die ersten drei Stücke „Verbum caro factus est: Y la Virhen le dezia“ aus dem 16. Jahrhundert, „Jubilate deo omnis terra“ und „Laudate“ kamen sehr gut beim Publikum an.

Die Sänger waren in Hochform und verliehen jedem Stück eine besondere Note, so auch bei „Go, Lovely, Rose“, „Sing Me To Heaven“, „The Gift, The Tyger, The Bee, John Saw the Number“, aber besonders beim letzten Stück, das wunderschöne und berührende „Will The Circle Be Unbroken“, das der Chor nach dem frenetischen Beifall der Zuhörer noch einmal wiederholte.