Das Künstlerehepaar Inge Regnat-Ulner und Alfred Regnat aus Oberbayern erhält den alle drei Jahre vergebenen Preis der Waldshut-Tiengener Bräunlich-Bieser-Stiftung. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert.

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In einer Medienmitteilung informierte der Vorstand der Bräunlich-Bieser-Stiftung über die Vergabe. Derzeit gehören außer dem Ersten Vorsitzenden, Landrat Martin Kistler, und dem Zweiten Vorsitzenden, Oberbürgermeister Philipp Frank, folgende Mitglieder dem Vorstand an: Cornelia Reckermann, Alexander Fink, Jürgen Glocker, Peter König und Herbert Müller-Lupp.

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In der Begründung zu seiner Entscheidung hob der Vorstand der Bräunlich-Bieser-Stiftung unter anderem hervor, dass Alfred Regnat und Inge Regnat-Ulner zu den profilierten Vertretern der konkret-konstruktiven und minimalistischen Kunst in Deutschland gehören: „Beide haben ihr Werk konsequent vorangetrieben und über einen langen Zeitraum hinweg beständig weiterentwickelt, wovon man sich in jüngster Zeit dank einer Ausstellung der freundeschlosstiengen e. V. in den Schwarzenberg-Sälen ein Bild machen konnte.“

Die Bräunlich-Bieser-Stiftung verwies auch darauf, dass Werke des Künstler-Ehepaars in prominenten Sammlungen anzutreffen sind, beispielsweise im Besitz des Deutschen Bundestags, der Bayerischen Staatsgemäldesammlung München, der Stadt Rosenheim und des Museums Modern Art (Hünfeld). Die Stadt Waldshut-Tiengen könne sich gleichfalls glücklich schätzen, zu den Besitzern zu zählen. Die Stiftung hob außerdem hervor, dass die Preisträger mit dem Ehepaar Bräunlich befreundet waren. Auf Anfrage sagte das Künstler-Ehepaar zur Preis-Vergabe: „Das war natürlich für uns die Überraschung, und eine sehr, sehr große Freude; dachten wir doch immer, dass dieser Preis nicht für uns vorgesehen war.“

Inge Regnat-Ulner wurde 1937 geboren und wuchs unter anderem in Tiengen auf. Im Anschluss an einen Studienaufenthalt in London (1959) absolvierte sie ein Kunststudium an der Ecole Supérieure des Beaux Arts in Paris (1960-62) und anschließend das Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in München (1962-68), zuletzt als Meisterschülerin. Alfred Regnat wurde 1942 in Neisse/Schlesien geboren und studierte im Anschluss an eine Ausbildung zum Steinbildhauer (1958-60) von 1961 bis 1967 gleichfalls an der Münchener Akademie, zuletzt ebenfalls als Meisterschüler. Seit 1967 sind die Künstler verheiratet und führen eine Ateliergemeinschaft, seit 1973 im Weiler Zaißberg bei Rosenheim in Oberbayern.

Die Preisverleihung an Inge Regnat-Ulner und Alfred Regnat ist, mit Rücksicht auf die anderen beiden anstehenden Waldshut-Tiengener Kulturpreise, den Alemannischen Literaturpreis und den Musikpreis der Volksbank Hochrhein-Stiftung, und die Verzögerungen, die durch die Corona-Pandemie eingetreten sind, für den 16. Oktober 2021 vorgesehen. In der Vergangenheit haben bekannte Künstlerinnen und Künstler wie Ekkehard Altenburger, Stefan Bergmann, Josef Briechle, Werner Dietz, Mechthild Ehmann, Ulrich Christoph Eipper, Kolibri, Jo Niemeyer und Gillian White den Preis der Bräunlich-Bieser-Stiftung erhalten.