Nach einer Zwangspause wegen der Corona-Pandemie veranstalten die Freunde Schloss Tiengen ab Samstag, 13. Juni, wieder eine Ausstellung in den Schwarzenbergsälen des Schlosses. Zu sehen ist die Ausstellung „Collagedruck und Steinskulptur“ mit dem Künstlerehepaar Inge Regnat-Ulner und Alfred Regnat. Aufgrund der aktuellen Situation wird die Schau am 13. Juni um 15 Uhr ohne Vernissage eröffnet.

Inge Regnat-Ulner verfolgt über Jahrzehnte hinweg konsequent eine rein formale Idee: die der konkret-konstruktiven Bildhauerei blauer Stahlskulpturen. In einem Formenkanon von ausgeschnittenen Flächen, verkantet, verkippt und aufgefächert, werden sie zusammengefügt, und verschweißt – mit hinzukommenden Linien akzentuiert – zu additiven und transparenten Chiffren im Raum. Die blaue Farbe steht für eine freigesetzte kosmische Energie, die Verdichtung von Ferne.

Inge Regnat-Ulner hat dieses Werk geschaffen, das in Tiengen zu sehen ist.
Inge Regnat-Ulner hat dieses Werk geschaffen, das in Tiengen zu sehen ist. | Bild: privat

In jüngerer Zeit gilt ihr Interesse stark dem traditionellen Papier-Collagieren und der Farbfindung von Monotypien. Es entstehen Farbtafeln aus der Lebensrealität und der Gegenständlichkeit, sie greift zeitkritische und auch humorvolle Themen auf und verhandelt sie künstlerisch. Die Collagen werden in einem besonderen Verfahren beidseitig auf Acrylglas gedruckt, und mit Grafiken akzentuiert, wobei diesen eine maßgebliche, gestalterische Bedeutung innerhalb der Bildkomposition zukommt. In Objektkästen oder Winkelstahl-Rahmen, mit Passepartouts und in diversen Größen als Vergleiche werden die Collagen präsentiert. Bestehen aber bleibt ihr Ordnungssystem und das Konstruktive darin.

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Alfred Regnat ist bekannt für seine Steinskulpturen, in denen die Werke immer mit der Ausrichtung auf die geometrischen Grundformen konzipiert sind, dem Kreis, dem Quadrat und dem Dreieck. Der künstlerische Zugang zu seinen Skulpturen ist in der themenbestimmten Auseinandersetzung mit Stein und Metall zu finden.

Von Alfred Regnat stammt diese Skulptur.
Von Alfred Regnat stammt diese Skulptur. | Bild: privat

Die ästhetisch-authentischen Mittel sind bei ihm vorrangig wirksam in der Verbindung der Materialien. Es ist das Verhältnis von beiden, aber auch das von Linie und Volumen, dem gedanklichen Durchspielen der gestalterischen Eingriffe. In ihrer Zeichenhaftigkeit werden sie auf das Wesentliche reduziert und dem Formenkanon der konkreten Kunst zugeordnet. Stein in Verbindung mit verschiedenen Metallen bestimmt die Rhythmik des Ensembles. Besonders hervorzuheben sind die Variationen der ineinander gesetzten Ring-Skulpturen, Stelen und die Gruppe der Bambusstelen. Bevorzugtes Material sind Diabas, Basalte, Gabbro sowie Bahia Blue.

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