Wo geht es zum Bahnhof? Zur Rheinpromenade? Zur Kaiserstraße? Zur Hochrhein- Sporthalle oder zum Spielplatz? Wer sich in Waldshut nicht auskennt, bekommt jetzt im Kernbereich der Stadt durch neue Schilder den Weg gewiesen. Viel Wert wurde dabei darauf gelegt, auch auf Geschäfte in den Seitenstraßen zur Kaiserstraße hinzuweisen. Alle Schilder sind in den Grundfarben grau und weiß gehalten.

Kleinere „Händler-Stele“: Sie verweist in der Kaiserstraße auf angrenzende Geschäfte in Seitenstraßen.
Kleinere „Händler-Stele“: Sie verweist in der Kaiserstraße auf angrenzende Geschäfte in Seitenstraßen. | Bild: Ursula Freudig

Die großen Stelen ziert zusätzlich der Schriftzug „Große Kreisstadt Waldshut-Tiengen„ sowie in blau und in gelb, Symbole für Waldshut und Tiengen: Das Waldshuter Männle und die Strahlenkrone der heiligen Maria. Die Stelen sind aus einzelnen Leisten zusammengesetzt, so dass nur Teile ersetzt werden müssen, beispielsweise bei einer Beschädigung oder wenn eine Änderung nötig ist. Neu im Vergleich zu den bisherigen großen Stelen ist, dass sie einen kleinen Stadtplan vom Innenstadtbereich haben.

Das neue Wegeleitsystem

Das neue Wegeleitsystem von Waldshut-Tiengen folgt einem übergeordneten Ziel. Mit Blick auf die Außendarstellung der Stadt und den Tourismus, soll ein einheitliches Erscheinungsbild von Waldshut und Tiengen im öffentlichen Raum geschaffen werden, damit klar wird, es handelt sich um eine Stadt und um genau diese Stadt.

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Ein gutes Corporate Design schaffe Wiedererkennungswert. Briefpapier, Schilder, Prospekte, Lampen, Mülleimer bis hin zum Anstrich städtischer Gebäude und Aufschriften auf städtischen Fahrzeugen – alles soll einheitlich gestaltet sein.

Kleine Wandschilder: Diese hängen am Waldshuter Rathaus.
Kleine Wandschilder: Diese hängen am Waldshuter Rathaus. | Bild: Ursula Freudig

Vor rund drei Jahren hat sich die Stadt explizit auf den Weg gemacht, ein Corporate Design zu entwickeln. „Wir haben Anregungen gesammelt und eine Ausschreibung gemacht“, so Oberbürgermeister Philipp Frank. Der frühere Stadtplaner Matthias Schuhmacher war hierbei besonders aktiv. Da die Stadt nach Aussage des Oberbürgermeisters kein Budget hat, um „alles“ sofort umzusetzen, wurde und wird Zug um Zug am einheitlichen Erscheinungsbild Waldshut-Tiengens gearbeitet. Das neue Wegeleitsystem ist jetzt ein weiter Baustein.

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Zunächst hat der Baubetriebshof die Wandschilder und frei stehenden Stelen in Waldshut montiert. Dort konnte auf die alten Standorte zurückgegriffen werden. In Tiengen ist das Stadtplanungsamt derzeit dabei, die bestmöglichen Standorte zu bestimmen. Die Stadt strebt an, dass Tiengen noch dieses Jahr die neuen Schilder bekommt. Das neue Wegeleitsystem ist ein Gemeinschaftsprojekt: Die Stadt hat intern mit ihren verschiedenen Ämtern zusammen gearbeitet und extern waren der Werbe- und Förderungskreis Waldshut und die Aktionsgemeinschaft Tiengen einbezogen.

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