Mehr oder weniger herzige, knuffige oder stolze Tiere dienen als Symbolfiguren für diverse Narrenzünfte aus der Region. Im Waldshut-Tiengener Ortsteil Aichen etwa zwitschern die Guggenloch-Spatzen, in der Schwarzwaldgemeinde Häusern mümmeln die Hasen, in Unterlauchringen schnattern die Schwäne. Gelegentlich tauchen neue Gruppierungen auf, die sich dann manchmal ebenfalls an Vorbildern aus der Fauna orientieren. Das ist beispielsweise bei einer Fasnachts-Clique der Fall, die sich im Ortsteil Gurtweil gründen möchte (wobei allerdings derzeit noch offen ist, welche närrischen Aktivitäten angesichts Corona im Februar überhaupt möglich sein werden).

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Doch welches Tier steht denn nun Pate bei der neuen Formation? Es ist ein possierliches Geschöpf, das seit geraumer Zeit wieder an den Gestaden des örtlichen Flüsschens zu Hause ist: Zu buchstabieren mit dem typischen alemannischem Doppel-i, soll die neue Gliederung „Schlücht-Biiber“ heißen. Auch wenn der nagende Geselle durch ungefragtes Fällen von Bäumen bisweilen etwas Unmut auf sich zieht, ist die Wahl damit zweifellos auf einen Sympathieträger gefallen. Deutlich umstrittener ist die Reputation eines anderen tierischen Rückkehrers, der mit seinen Reißzähnen unlängst in Gurtweil seine räuberischen Spuren hinterlassen hat. Andererseits gibt es ja auch Zünfte mit eher martialischem Gepräge (man denke zum Beispiel an die Wilderer von Untermettingen). Für allfällige weitere närrische Neugründungen im Stadtgebiet wäre ein Name wie etwa „Waldshuter Wölfe“ jedenfalls noch frei.

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