Ursula Freudig

Zu wenig tut die Politik, um unsere Lebensgrundlagen zu sichern, zu wenig ist den Menschen noch bewusst, dass Klima-, Umwelt- und Naturschutz nicht „irgendwelche“ Themen sind, sondern von existenzieller Bedeutung sind. Dieser Ansicht sind die hiesige Fridays-for-Future-Bewegung mit Sprecher Jan Amann und der entstehende Förderverein erlebbare Umweltbildung unter Federführung von Jörg Kasseckert.

Das könnte Sie auch interessieren

Deshalb haben sie mit Unterstützung der Stadt Waldshut-Tiengen die zweiten Klimaschutztage organisiert. Am kommenden Wochenende bieten diese in der Stadthalle Waldshut Information und Austausch. Auch politische Vertreter der Stadt und von Parteien sowie der Gemeindeammann von Koblenz, haben bereits ihr Kommen zugesagt. Viele engagierte Menschen von Vereinen und Organisationen werden mit Infoständen vor Ort sein, wie BUND und Nabu, der Landesnaturschutzverband, die Wohnwerkstatt, Foodsharing und my-e-car.

Vortrag zur Energiewende

Fachleute werden bei Vorträgen ans Mikrofon treten und offen sein für Fragen und Diskussionen. Peter Klafka wird einer der Referenten sein. Jan Amann kennt seinen Vortrag und sagt: „Ich habe noch nie einen so guten, leicht verständlichen Vortrag über die Energiewende gehört, Klafka benennt klar die Lösungen, die Kosten, den Zeitrahmen und auch die Einwände.“

Das könnte Sie auch interessieren

Jörg Kasseckert wird den entstehenden Förderverein erlebbare Umweltbildung -Gründungsversammlung ist am 29. September um 18.30 Uhr im Feuerwehrhaus Detzeln – vorstellen. Zusammen mit Experten wird Kasseckert über das Steinatal, dessen vielfältige Möglichkeiten, Natur zu erkunden und kennenzulernen, sprechen, sowie bereits dort vorhandene und geplante Erlebnisstationen vorstellen. Vor allem jungen Menschen will der Förderverein mit konkreten Projekten die Natur näher bringen.

„Wir haben festgestellt wie leicht sie zu begeistern sind, ihnen können wir nachhaltiges Denken mitgeben“, so Kasseckert. Schulen tun hier seiner Ansicht zu wenig, viel mehr als bisher müsste in den Klassen über das bedrohte Klima, über Umwelt-, Natur- und Artenschutz gesprochen werden.

Der erste Klimaschutztag im Oktober 2020 war eintägig. Der diesjährige ist zweitägig und außerdem grenzüberschreitend, deshalb ist auch die Hochrheinkommission, die grenzüberschreitende Zusammenarbeiten unterstützt, mit im Boot. Aus der Schweiz werden unter anderem der Natur- und Vogelschutzverein Koblenz und das Naturzentrum Klingnauer Stausee mit Infoständen vor Ort sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Nicht nur vom Förderverein erlebbare Umweltbildung, sondern auch von der hiesigen Fridays for Future – Gruppe wird man über die Klimaschutztage hinaus demnächst etwas hören. Für den 24. September ist nach coronabedingten Einschränkungen erstmals wieder eine große Klima-Demo angesetzt.