Seit mehr als zwei Jahrhunderten thront der St. Blasier Dom inmitten des gleichnamigen Schwarzwaldstädtchens. Zum Zeitpunkt seiner Einweihung im Jahr 1783 galt er mit einer Höhe von 62 Metern als drittgrößte Kuppelkirche Europas.

Für Einheimische wie Besucher sicherlich am beeindruckendsten dürfte die mächtige Kuppel des Gotteshauses sein, die nach wie vor zu den größten des Kontinents zählt. Im nicht minder imposanten Innenraum finden nicht nur Gottesdienste, sondern in der Regel jeden Sommer die internationalen Domkonzerte statt.

Im Sommer 2020 drohte die Veranstaltungsreihe coronabedingt zunächst auszufallen. Schließlich wurden nur die Chorkonzerte abgesagt und stattdessen die Orgelkonzerte aufgrund der Zuschauerbeschränkung jeweils doppelt aufgeführt. Ob die Domkonzerte in diesem Jahr stattfinden, ist ungewiss. Auf der Webseite der Veranstalter findet sich bislang unter der Rubrik Konzertübersicht eine blanke Seite.

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Für zugegebenermaßen nicht ganz adäquaten melodischen Ersatz könnten die Vögel sorgen, die die Verwaltung von St. Blasien offenbar mithilfe mehrerer mit Futter gefüllten Vogelhäuschen ins Stadtzentrum zu locken versucht.

Wer dieser Tage bei einem Vorfrühlingsspaziergang entlang der Alb die Augen offen hält, kann die etwa einen Unterarm langen Holzbauten aus nächster Nähe bewundern. Von diesem Standpunkt aus wirkt die Domkuppel am gegenüberliegenden Alb-Ufer mit ihren 36 Metern Durchmesser geradezu miniaturhaft. Wie bei vielen anderen Dingen im Leben ist auch in diesem Fall alles eine Frage der Perspektive.

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