Die zehnte Tiengener Weihnachtswunschaktion des Kiwanis Clubs Waldshut-Tiengen und der Wirtschaftsjunioren Hochrhein hat mehr als 100 Kinder glücklich gemacht. „Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft“, freut sich Rainer Illmann, Präsident des Kiwanis Clubs Waldshut-Tiengen. Noch nie waren so viele Wünsche bedürftiger Kinder bei den Organisatoren der Tiengener Weihnachtswunschaktion eingegangen wie in diesem Jahr und noch nie war die Bereitschaft in der Bevölkerung größer, diese Wünsche zu erfüllen. An zwei Samstagen hatten Mitglieder der beiden Initiatoren die Wünsche der Kinder in der Innenstadt von Tiengen verkauft. „In diesem Jahr waren wir nicht sicher, wie viele Menschen während dem Lockdown den Weg zu uns finden“, gesteht Rainer Illmann, doch alle Sorge war unbegründet.

„Viele Menschen sind sogar ganz gezielt in die Stadt gekommen, um die Aktion zu unterstützen, andere sind zufällig vorbeigelaufen und haben sich spontan entschlossen, einen Kinderwunsch zu erfüllen“, erklärt der Kiwanis-Präsident. Wer nicht in die Stadt gehen wollte, konnte Geld spenden oder per E-Mail ein Geschenk ordern. Die Resonanz war durchweg positiv. „Gerade in diesem schwierigen Jahr war die Hilfsbereitschaft sehr groß. Manche Besucher erzählten, dass es Ihnen selbst gut geht und sie das Bedürfnis haben, davon etwas an bedürftige Menschen abzugeben“, berichtet Illmann.

Jeder kleine Beitrag zählt

„Und auch Menschen, die selbst nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, sind zu unserem Stand gekommen, um mit einer kleinen Geldspende zu unterstützen. Das sind sehr emotionale Momente für uns Organisatoren. Jeder noch so kleine Betrag ist wertvoll und trägt zum Gelingen dieses Projektes bei“, betont Rainer Illmann. Alle 100 Wünsche von Kindern aus Tiengen konnten erfüllt werden.

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Damit die Geschenke dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden, arbeiten die Clubs mit dem Jobcenter zusammen. Den Organisatoren fällt auf, dass sich die Wünsche in den vergangenen Jahren verändert haben. „Früher haben wir für die Kinder überwiegend Spielzeug besorgt, jetzt sind es immer mehr praktische Dinge, die auf den Wunschzetteln stehen. Eine warme Jacke oder Winterschuhe werden oft gewünscht, das macht uns schon betroffen, zeigt es doch, dass es in manchen Familien am Nötigsten fehlt.“

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Die Geschenke werden, soweit möglich, in den Waldshut-Tiengener Geschäften gekauft, auch dort erfahren die Organisatoren große Unterstützung. „Viele Geschäftsinhaber geben großzügige Rabatte oder stiften ihren Preis zugunsten der Aktion und immer bekommen wir die Päckchen bereits hübsch verpackt, was uns die Organisation enorm erleichtert“, verrät Illmann. Seit vergangenen Samstag werden die Geschenke coronakonform an die Familien verteilt. Vor Weihnachten sollen alle Kinder ihre Päckchen erhalten. Auch die Übergabe ist für die Mitglieder der Clubs bewegend.

Die Freude der Kinder

„Die Freude der Kinder und die herzliche Gastfreundschaft der Familien zu erleben, ist wirklich schön. Leider dürfen wir die Päckchen in diesem Jahr wirklich nur an der Tür abgeben.“ In früheren Jahren wurde Rainer Illmann bei der Verteilung der Geschenke von seinem heute erwachsenen Sohn begleitet. „Es ist so wichtig, dass die Kinder Mitgefühl entwickeln, Hilfsbereitschaft erleben und auch erkennen, dass ein sorgloses Weihnachtsfest und Geschenke unterm Tannenbaum nicht für alle Menschen selbstverständlich sind.“