Der Architekt Martin Gruner aus Waldshut-Tiengen, zuvor Leiter des städtischen Hochbauamts, war in der Großen Kreisstadt seit April 2014 Erster Beigeordneter mit dem Titel Bürgermeister. Zum 31. Januar 2017 erklärte er seinen Rücktritt. Anlass waren anhaltende Konflikte mit dem im September 2015 neugewählten Oberbürgermeister Philipp Frank.

Zum 1. Februar 2017 wechselte Gruner in die Privatwirtschaft und übernahm eine Stelle in der Brauerei Waldhaus in der Nachbargemeinde Weilheim. Wie es damals hieß, sollte der bisherige Bürgermeister in dem Familienunternehmen als Leiter für Kommunikation, Medien und Infrastruktur tätig sein. Einem Medienbericht zufolge war er in der Brauerei zuletzt als Technischer Leiter beschäftigt.

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Jetzt geht der 53-Jährige zurück in die Verwaltung und Kommunalpolitik und wird wieder Bürgermeister. In der Stadt Weil am Rhein (rund 30.000 Einwohner) wurde er diese Woche vom Gemeinderat in dieses Amt gewählt. Mit 17 zu neun Stimmen setzte er sich gegen den Mitbewerber Thomas Küppers durch, dessen berufliches Profil die Tätigkeit bei verschiedenen Stadtentwicklungs-Gesellschaften im Raum Duisburg umfasst.

Laut einem Medienbericht wird Gruner zum 1. Juni seine neue Tätigkeit in Weil am Rhein als allgemeiner Stellvertreter von Oberbürgermeister Wolfgang Dietz aufnehmen. Familiär bedingt, wolle er nicht sofort, aber in zwei Jahren eventuell seinen Hauptwohnsitz in die Stadt im Dreiländereck verlegen.

Beamter auf Zeit

Der Erste Beigeordnete einer Stadt, auch als Bürgermeister bezeichnet, ist laut Kommunalordnung allgemeiner Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Er ist hauptberuflicher Beamter auf Zeit und wird durch den Gemeinderat gewählt.

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