Ein Rätsel auf vier Rädern war unlängst zu entdecken vor dem Schloss im schweizerischen Bad Zurzach, das nach vielen Jahren aus dem Dornröschenschlaf erweckt wurde. Unter einer Plane versteckt, stand auf dem Parkplatz ein Gefährt, das schließlich aufgrund ganz bestimmter Merkmale zumindest für Eingeweihte zuzuordnen war. Denn die Felgen, die unter der schützenden Abdeckung hervorlugten, waren in Gelb, Rot, Blau und Grün lackiert.

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Damit führte die Spur zu jenem Künstler, der kürzlich sein Atelier in die einstige Fabrikantenvilla aus dem 19. Jahrhundert verlegt hat und bei seinen Arbeiten bekanntlich diese vier Farben bevorzugt. Und man erinnert sich: Hat Santhori nicht vor vielen Jahren einen Trabant erworben und in seinem Pop-Art-Stil bemalt? Das automobile Relikt aus der untergegangenen DDR hat den Umzug natürlich mitgemacht und steht mittlerweile wettersicher nicht mehr im Freien, sondern in einer Garage. Zwar kann die aus dem besonderen Plaste-Material gefertigte Karosserie nicht rosten, doch auch an einem Trabi ist noch genug oxidationsfähiges Metall verbaut. Nicht mehr funktionsfähig sind etwa, was bei Fahrzeugen jeder Art fatal ist, die Bremsen.

Damit das bunte Vehikel wieder fahrbereit wird, soll es bei Gelegenheit in einer deutschen Fachwerkstatt überholt werden. Wenn dann bei den Zollbehörden die nötigen Formalitäten erledigt werden müssen, steht zur ordnungsgemäßen Taxierung eine spannende Frage an, von der die Bürokratie hoffentlich nicht überfordert wird: Ist das jetzt noch ein Auto oder schon ein Kunstwerk?

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