„Das war eine Sternstunde der Kammermusik“, so äußerte sich eine Besucherin nach dem Konzert mit dem New Yorker „Calidore String Quartett“ und der Pianistin Gabriela Fahnenstiel in der Waldshuter Stadthalle. Weiter sagte sie: „So einen intensiven Dialog zwischen den Instrumenten habe ich noch nie erlebt.“ Als Vertreter des städtischen Kulturamtes führte Michael Rudigier in das Programm ein.

Ein glanzvolles und virtuoses Spiel bot Gebriela Fahnenstiel, gebürtig aus Laufenburg, beim Konzertabend in der Stadthalle Waldshut.
Ein glanzvolles und virtuoses Spiel bot Gebriela Fahnenstiel, gebürtig aus Laufenburg, beim Konzertabend in der Stadthalle Waldshut. | Bild: Manfred Dinort

Von romantisch bis düster

Das Calidore String Quartett, so führte er aus, gehört zu den renommiertesten Streichquartetten der USA. Gabriela Fahnenstiel ist Preisträgerin der Volksbank Hochrhein Stiftung und künstlerische Leiterin der Laufenburger Konzertreihe „Mary Codman Classics“.

Wie zu erwarten, wurde der Konzertabend zu einem musikalischen Hochgenuss, „mal feurig und romantisch, mal düster und expressiv“. Gespielt wurden Meisterwerke der Musikliteratur, darunter das Klavierquintett in f-Moll von Johannes Brahms (feurig, romantisch, düster expressiv), das „Harfenquartett“ von Ludwig van Beethoven (geprägt von Heiterkeit, Überschwang und Optimismus) und die „Sonatine für Klavier solo“ von Maurice Ravel mit impressionistischen Klängen.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Klavierquintett f-moll gilt als eines der bekanntesten Kammermusikwerke von Johannes Brahms und als eines der gewichtigsten Werke der klassisch-romantischen Epoche. Im ersten Satz wird das Hauptmotiv aufregend, drängend, gespenstisch und fast drohend angegangen. Im zweiten Satz folgt eine entspannte Phase, „zart und vornehm“ und „in den Phrasierungen emphatisch aufblühend“. Das Finale beginnt mit einer langsamen Einleitung, um dann wieder kraftvoll das Hauptthema aufzugreifen.

Das könnte Sie auch interessieren

„Bravo, bravo“ klingt es aus den Reihen des Publikums. Beethovens Harfenquartett hat dagegen einen ganz anderen Charakter. Der erste Satz begann mit einem sehr ernsthaften, fast finsterem poco adagio und mündete zum Ende hin „in einen Wirrwarr harter Dissonanzen“. Für einen schönen Kontrast sorgt das darauffolgende Presto, „das in einem etwas wildem Einerlei anhebt und diesen rauen Geist auch durchgehend behauptet“.

Mit Maurice Ravels Solo-Sonate kamen andere Klangwelten, andere Rhythmen und andere Farben ins Spiel, dazu eine elegische Stimmung mit zarten Schattierungen.